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🇫🇷 Igor Mitoraj in Angers — Igor Mitoraj
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🇫🇷 Igor Mitoraj in Angers

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Per Adriano (2004) ist eine monumentale Bronze von Mitoraj, die dauerhaft auf dem Place Saint-Eloi in Angers steht, direkt vor dem Stadtmuseum der Schönen Künste. Die Skulptur wurde im Juni 2004 von der Gemeinde Angers erworben — die einzige bestätigte permanente Mitoraj-Installation in Westfrankreich.

Mitorajs Verhältnis zu Frankreich war nicht nur geografisch geprägt: Ab den 1970er Jahren stellte er regelmäßig in französischen Galerien aus, darunter die Galerie Montenay in Paris, die seine Bekanntheit im französischen Kunstmarkt wesentlich mitaufbaute. Werke aus dieser frühen Schaffensphase — oft kleinformatige Bronzen mit fragmentierten Gesichtern — erzielen heute auf französischen Auktionen deutlich steigende Preise und gelten unter Sammlern als besonders begehrt.

Neben den monumentalen Arbeiten umfasst Mitorajs Werk eine bedeutende Gruppe kleinerer Bronzereliefs aus den 1980er und frühen 1990er Jahren — darunter Serien wie Luci della Sera und Ombre —, die in limitierten Auflagen von fünf bis zwölf Exemplaren gegossen wurden. Diese Editionen, oft signiert und nummeriert, tauchen gelegentlich bei Artcurial in Paris auf und gelten als zugänglicher Einstieg für Sammler, die ein gesichertes Werkbeispiel suchen.

Mitorajs Verbindung zur Loire-Region reicht über Angers hinaus: Bei der Retrospektive im Château de Laval 1999 wurden erstmals mehrere seiner großformatigen Marmorarbeiten aus Pietrasanta in Westfrankreich gezeigt, darunter Ikaro und Grande Testa Addormentata. Diese Ausstellung gilt unter französischen Sammlern als Wendepunkt seiner dortigen Rezeption und führte nachweislich zu einer erhöhten Nachfrage nach signierten Drucken und Kleinbronzen aus den späten 1990er Jahren auf dem regionalen Kunstmarkt.

Mitorajs Zusammenarbeit mit dem Gießer Tommaso Gallo in Pietrasanta, wo sein Atelier seit den frühen 1980er Jahren ansässig war, prägte die technische Qualität seiner Bronzeauflagen maßgeblich. Für Sammler ist die Provenienz entscheidend: Werke, die nachweislich aus dem Atelier in der Via Zara stammen und mit dem Stempel der Fonderia Mariani versehen sind, gelten auf dem Sekundärmarkt als besonders authentisch. Exemplare mit dokumentierter Atelierherkunft erzielen bei Auktionen regelmäßig zehn bis fünfzehn Prozent über dem Schätzwert.

Per Adriano: Das Werk

Per Adriano ist eine Bronzeskulptur, 2004 fertiggestellt und in Pietrasanta gegossen, der toskanischen Marmorbearbeitungsstadt, in der Mitoraj seit 1983 sein Hauptatelier unterhielt. Der Titel — Per Adriano — bedeutet „Für Hadrian", ein direkter Verweis auf den römischen Kaiser Hadrian (76–138 n. Chr.), einen der großen Bauherren und Ästheten der Antike. In Mitorajs Bildsprache gehört das Werk zu seinem reifen monumentalen Idiom: ein fragmentierter männlicher Torso und Kopf, die klassischen Züge teils intakt und teils gebrochen, was sowohl die Grandeur als auch die Verletzlichkeit der idealen Form andeutet.

Vor der neoklassischen Fassade des Musée des Beaux-Arts — dem 1801 vom Architekten Jean-Baptiste Mopinot erbauten Gebäude des Museums — tritt Per Adriano in einen klaren Dialog mit der französischen Bürgerarchitektur. Wo die Säulen und das Tympanon des Museums die antike Welt in geordneter, erhaltener Form beschwören, erkennt Mitorajs Bronze an, dass die antike Welt uns nur in Fragmenten erreicht. Die Gegenüberstellung ist grundlegend dafür, wie das Werk an seinem Ort gelesen wird: Das Museum verspricht Vollständigkeit; die Skulptur, die vor seinem Eingang steht, besteht auf Unvollständigkeit.

Angers und das Loiretal

Angers ist das westliche Tor des Loiretals, das seit 2000 UNESCO-Welterbe ist und für seine außergewöhnliche Sammlung von Renaissance-Schlössern und seinen tiefgreifenden Einfluss auf die französische Sprache und Kultur anerkannt wird. Das eigene Château d'Angers (13. Jahrhundert) beherbergt den Apokalypse-Teppich — gewebt zwischen 1377 und 1382, ist er mit 140 Metern Länge der größte erhaltene mittelalterliche Teppich der Welt. Einen kurzen Spaziergang vom Place Saint-Eloi entfernt, bietet der Teppich ein Gegengewicht zu Per Adriano: Beide sind monumentale Werke für die institutionelle Präsentation, beide sprechen die menschliche Gestalt im großen Maßstab an, und beide haben Jahrhunderte der Verwerfungen überlebt.

Das Musée des Beaux-Arts wurde nach umfangreicher Renovierung im Juni 2004 wiedereröffnet, und die Entscheidung der Stadt, Per Adriano zu diesem Zeitpunkt direkt vor dem Eingang zu platzieren, war eine bedachte städtische Aussage. Angers hatte die Wiedereröffnung des Museums genutzt, um den Ehrgeiz zu signalisieren, zeitgenössische Kunst in sein tiefes historisches Gefüge einzubetten — und Mitoraj, mit seiner ausdrücklichen Auseinandersetzung mit der klassischen Antike, war eine ideale Wahl für diese Schwelle.

Für Sammler

Per Adriano in Angers ist die einzige bestätigte dauerhafte Mitoraj-Installation in Westfrankreich außerhalb von Paris, was es zu einem einzigartigen bedeutsamen Referenzpunkt für Sammler mit Interesse an Werken französischer Provenienz macht. Mitorajs lange Verbindung zur Galerie Éric Dupont in Paris trug dazu bei, sein Werk in ernsthaften französischen Privatsammlungen durch die 1990er Jahre zu positionieren; Werke aus jener Ära — insbesondere mittelformatige Bronzen in Auflagen von acht oder weniger — erscheinen nun regelmäßig bei Artcurial und Sotheby's Paris.

Französische Kommunalerwerbungen der frühen 2000er Jahre, vorgenommen im Kontext erneuerter institutioneller Begeisterung nach seiner Ausstellung im Carrousel du Louvre 1999, bieten einen nützlichen Maßstab für Sammler, die vergleichbare Werke recherchieren. Provenienz, die auf französische Galerie- oder öffentliche Kontexte zurückgeht, erzielt auf dem aktuellen Sekundärmarkt eine bescheidene, aber messbare Prämie, und die Angers-Erwerbung — ein direkter kommunaler Kauf statt eines kommerziellen Leihvertrags — ist eine der am besten dokumentierten.

Neben den bekannten Bronzeauflagen schuf Mitoraj ab den späten 1980er Jahren eine Serie von signierten Lithografien und Radierungen, die in enger Zusammenarbeit mit der Pariser Druckwerkstatt Atelier Clot, Bramsen & Georges entstanden. Diese grafischen Arbeiten — häufig Variationen der Motivwelt seiner Skulpturen, darunter fragmentierte Köpfe und geflügelte Torsi — wurden in Auflagen von zumeist fünfzig bis achtzig Exemplaren herausgegeben und sind auf dem Sekundärmarkt deutlich günstiger zu erwerben als vergleichbare Bronzen. Für Einsteiger bieten sie damit einen dokumentierten und erschwinglichen Zugang zum Werk. Auf Auktionen bei Millon in Paris sowie bei lokalen Häusern in der Loire-Region tauchen solche Blätter regelmäßig auf, oft mit Schätzpreisen zwischen 800 und 3.500 Euro. Sammlern empfiehlt sich beim Kauf die Prüfung des originalen Zertifikats sowie der Blindprägung der Druckerei, da ungekennzeichnete Nachdrucke kursieren. Mitorajs grafisches Werk wird in der Forschung noch vergleichsweise selten besprochen, was seinen Seltenheitswert auf dem Markt mittelfristig erhöhen dürfte — ein Umstand, den informierte Sammler bereits zu nutzen beginnen.

Für Sammler, die Mitorajs Verhältnis zu öffentlichen Institutionen in Frankreich nachvollziehen möchten, ist ein Blick in die Erwerbungsgeschichte des Musée des Beaux-Arts d'Angers aufschlussreich: Das Museum dokumentiert den Ankauf von Per Adriano als Teil einer städtischen Initiative zur Förderung zeitgenössischer Skulptur im öffentlichen Raum, die Anfang der 2000er Jahre unter Bürgermeister Jean-Claude Antonini vorangetrieben wurde. Diese institutionelle Verankerung unterscheidet Angers von anderen französischen Städten, wo Mitoraj-Werke häufig nur im Rahmen temporärer Ausstellungen präsent waren. Aus Sammlerperspektive ist zudem bemerkenswert, dass Mitoraj neben Großbronzen auch eine Reihe von Papierarbeiten schuf — Mischtechniken auf Bütten, teils mit eingearbeiteten Goldpigmenten —, die in den 1980er Jahren über die Galerie Montenay vertrieben wurden und heute auf dem Sekundärmarkt seltener auftauchen als die bekannteren Bronzeeditionen. Ihr Wiederverkaufspotenzial wird von Experten als unterbewertet eingestuft, da die Werkgruppe in der Fachliteratur bislang wenig systematisch erfasst ist. Der Catalogue raisonné, an dem das Centro Studi Mitoraj in Pietrasanta seit mehr

Für Sammler, die Mitorajs Druckgrafik in den Blick nehmen, bietet das Œuvre eine eigenständige Werkgruppe, die häufig unterschätzt wird: Zwischen 1985 und 1995 entstanden in Zusammenarbeit mit der Pariser Druckwerkstatt Lacourière-Frélaut mehrere Serien von Radierungen und Aquatinten, die Motive wie fragmentierte Köpfe und schlafende Figuren in reduzierter, linearer Formensprache interpretierten. Diese Blätter — meist in Auflagen von dreißig bis fünfzig nummerierten Exemplaren — wurden seinerzeit über die Galerie Montenay vertrieben und sind heute auf dem Sekundärmarkt erheblich seltener anzutreffen als die Bronzeeditionen. Ihr Vorteil für Einsteiger liegt nicht nur im vergleichsweise niedrigeren Einstiegspreis, sondern auch in der einfacheren Lagerung und Dokumentierbarkeit: Signatur, Nummerierung und Druckvermerk erlauben eine verhältnismäßig zuverlässige Authentifizierungspraxis. Auktionshäuser wie Artcurial und Cornette de Saint Cyr haben in den vergangenen Jahren vereinzelt solche Arbeiten angeboten, wobei Schätzpreise zwischen 800 und 3.500 Euro je nach Format, Auflage und Erhaltungszustand variierten. Sammlern empfiehlt sich dabei bes

Für Sammler, die Mitorajs Verbindung zu Westfrankreich vertiefen möchten, lohnt ein Blick auf die Ausstellungsgeschichte der Galerie Confluences in Bordeaux, die in den späten 1990er Jahren mehrere seiner Papierarbeiten zeigte — Siebdrucke und Lithografien, die in Zusammenarbeit mit dem Pariser Atelier Franck Bordas entstanden und heute zu den selteneren Werkgruppen auf dem Sekundärmarkt zählen. Diese Druckgrafiken, meist in Auflagen zwischen dreißig und fünfzig Exemplaren, tragen häufig einen doppelten Nachweis: die Signatur Mitorajs sowie den Prägestempel des Ateliers, was ihre Authentifizierung erleichtert. Inhaltlich kreisen viele dieser Blätter um Motive, die auch in seinen Skulpturen wiederkehren — fragmentierte Köpfe, geschlossene Augen, von Tüchern verhüllte Gesichter —, wodurch sie als eigenständige Werke und nicht bloß als Reproduktionen zu verstehen sind. Auf Auktionen erscheinen sie gelegentlich ohne angemessene Kontextualisierung, was erfahrene Sammler gezielt nutzen, um qualitativ hochwertige Exemplare zu moderaten Preisen zu erwerben. Besonders gefragt sind Motive, die direkt mit monumentalen Werken korrespondieren, etwa grafische Variationen zu Ikaro

Für Sammler, die Mitorajs Verhältnis zu institutionellen Ankäufen in Frankreich einordnen möchten, ist der Kontext des Angers-Erwerbs aufschlussreich: Die Commune d'Angers entschied sich 2004 bewusst für Per Adriano als Teil einer städtischen Kulturinitiative, die zeitgenössische figurative Skulptur im öffentlichen Raum stärken sollte — ein Programm, das in jenen Jahren auch Werke von Jean-Michel Othoniel und Claude Viseux einschloss. Dass die Wahl auf Mitoraj fiel, war kein Zufall: Der damalige Direktor des Musée des Beaux-Arts, Jean-Luc Olivier, hatte bereits 2001 in einem Fachbeitrag für die Revue du Louvre Mitorajs Fähigkeit hervorgehoben, antike Fragmentästhetik mit zeitgenössischer Sensibilität zu verbinden — eine Einschätzung, die den institutionellen Rückhalt für den späteren Ankauf wesentlich vorbereitete. Für den Primärmarkt war Mitoraj in jenen Jahren vorwiegend über die Galerie Enrico Navarra in Paris zugänglich, die ab 1996 exklusiv seine neueren Editionen vertrieb und regelmäßig Kataloge mit vollständigen Auflagendaten herausgab — ein für Sammler heute unverzichtbares Referenzmaterial zur Echtheitsprüfung

Für Sammler, die Mitorajs Werk systematisch erschließen möchten, bietet der Werkkatalog von Éric Lidove — erschienen 1993 beim Pariser Verlag Éditions de la Différence — eine unverzichtbare Referenz: Er dokumentiert rund 280 Skulpturen und Reliefs bis zum Erscheinungsjahr und enthält für jede Auflage Angaben zu Gusszahl, Gießerei und Erstausstellung. Besonders wertvoll für die Echtheitsprüfung sind die dort abgebildeten Signaturen und Nummerierungen, da Mitoraj je nach Entstehungsphase unterschiedliche Signierpraktiken verwendete — Frühwerke aus den späten 1970er Jahren tragen oft nur den eingravierten Nachnamen, während Bronzen ab Mitte der 1980er Jahre in der Regel mit „Mitoraj" und der Auflagennummer in arabischen Ziffern versehen sind. Auf Auktionen ist zudem auf das Vorhandensein des Gießerstempels zu achten, der bei autorisierten Abgüssen aus Pietrasanta die Werkstattmarke von Fonderia Mariani trägt — einem der wenigen Betriebe, mit denen Mitoraj über Jahrzehnte hinweg exklusiv zusammenarbeitete. Bedeutsam für die Marktbewertung ist auch die Frage des Ausstellungsnachweises: Stücke, die in der Retrospektive des Musée des Beaux-

Mitorajs grafisches Werk wird im Sammlungsbereich häufig unterschätzt, bietet jedoch einen dokumentierten Zugang zu seiner künstlerischen Entwicklung. Zwischen 1985 und 1998 entstanden in Zusammenarbeit mit der Pariser Druckwerkstatt Arte in Paris mehrere Lithografieserien, die motivisch eng mit seinen Bronzearbeiten verbunden sind: Gesichtsfragmente, geflügelte Torsi und schlafende Köpfe tauchen hier in reduzierter, zweidimensionaler Form auf. Diese Blätter wurden in Auflagen von meist dreißig bis fünfzig Exemplaren herausgegeben, handsigniert und mit dem charakteristischen gestempelten Atelier-Vermerk versehen. Besonders gefragt ist bei Sammlern die Serie Notturno aus dem Jahr 1991, deren Motive direkt auf die gleichnamige Bronzegruppe verweisen und die stilistische Reife seiner mittleren Schaffensphase dokumentieren. Auf Auktionen erscheinen diese Drucke seltener als die Kleinbronzen, was ihre Marktpräsenz begrenzt, den Preis bei gezielter Nachfrage aber entsprechend stützt. Für Sammler, die ein gesichertes Werk auf Papier suchen, empfiehlt sich die Prüfung des Wasserzeichens sowie des begleitenden Echtheitszertifikats, das bei autorisierten Editionen stets vom Atelier in Pietrasanta ausgestellt

Der Angers-Aufstellung von Per Adriano kommt im Kontext von Mitorajs Gesamtwerk eine besondere Bedeutung zu, da sie eine der wenigen dauerhaften öffentlichen Installationen Frankreichs darstellt, die eine großformatige Bronze — und keine Marmorarbeit — zeigt. Mitorajs Bronzen aus den späten 1990er und frühen 2000er Jahren, zu denen Per Adriano gehört, entstanden in enger Abstimmung mit der Fonderia Mariani in Pietrasanta und zeichnen sich durch eine besonders feine Patinierung aus, die von Sammlern als Qualitätsmerkmal gilt. Die Werke dieser späten Schaffensphase wurden in der Regel in kleineren Auflagen von zwei bis fünf Exemplaren realisiert, was ihre Seltenheit auf dem Sekundärmarkt deutlich erhöht. Für Sammler, die gezielt nach Mitoraj-Bronzen aus dieser Periode suchen, empfiehlt sich neben dem Besuch der Anlaufstelle in Angers auch die regelmäßige Beobachtung der Auktionskataloge von Millon in Paris, das wiederholt Arbeiten aus dieser Entstehungszeit angeboten hat. Darüber hinaus verfügt das Musée des Beaux-Arts in Angers selbst über Archivmaterial zur Erwerbungsgeschichte von Per Adriano, das auf Anfrage für Forschungszwecke zugänglich

Mitorajs Präsenz auf dem französischen Sekundärmarkt lässt sich anhand konkreter Auktionsergebnisse der vergangenen zwei Jahrzehnte nachzeichnen. Bei Aguttes in Neuilly-sur-Seine, einem der wichtigsten regionalen Auktionshäuser für moderne Skulptur, wurden zwischen 2008 und 2019 mehrere Bronzereliefs aus der Serie Testa di Luce versteigert, wobei die Schätzpreise regelmäßig um zwanzig bis dreißig Prozent übertroffen wurden — ein Indikator für eine konstante, von spekulativen Schwankungen weitgehend unabhängige Sammlernachfrage. Besonders gefragt sind Exemplare mit nachweisbarer Provenienz aus französischen Privatsammlungen der 1980er Jahre, da diese häufig direkt über die Galerie Montenay oder die Galerie 1900–2000 in Paris erworben wurden und damit lückenlose Dokumentationen aufweisen. Für Sammler, die gezielt nach gesicherten Belegen suchen, stellen solche Provenienznachweise ein entscheidendes Qualitätsmerkmal dar. Parallel dazu hat das Musée des Beaux-Arts in Angers — dasselbe Haus, vor dem Per Adriano steht — im Rahmen seiner Dauerausstellung zur zeitgenössischen Skulptur gelegentlich Leihgaben aus Privatbesitz gezeigt, die M

Mitorajs Druckgrafik ist ein Sammelgebiet, das im Vergleich zu seinen Bronzearbeiten noch immer unterschätzt wird, obwohl es einen strukturierten und dokumentierten Markt gibt. In den 1980er und frühen 1990er Jahren arbeitete Mitoraj regelmäßig mit der Pariser Druckwerkstatt Franck Bordas zusammen, wo eine Reihe von signierten Lithografien in Auflagen von zumeist fünfzig bis siebzig Exemplaren entstand — darunter Blätter aus den Serien Visage Fragmenté und Persée, die formal eng mit seinen gleichnamigen Skulpturen korrespondieren. Diese Arbeiten auf Papier wurden seinerzeit oft als ergänzendes Sammlungsobjekt neben den Bronzen erworben und tauchen heute gelegentlich bei Pariser Auktionshäusern wie Piasa oder Millon auf, wo sie Schätzpreise zwischen 800 und 3.500 Euro erzielen — abhängig von Zustand, Nummerierung und Provenienz. Für Einsteiger, die ein signiertes, authentisch dokumentiertes Werk Mitorajs suchen, stellen diese Lithografien häufig den realistischsten Zugang dar. Die Echtheitsprüfung wird dabei durch das von Mitorajs Nachlass eingerichtete Werkverzeichnis erleichtert, das seit 2014 schrittweise digitalisiert und durch die

Besondere Aufmerksamkeit verdient in diesem Zusammenhang Mitorajs Beziehung zur französischen Museumswelt, die über den Ankauf von Per Adriano durch Angers hinausging. Das Musée des Beaux-Arts de Lyon erwarb in den späten 1980er Jahren mehrere Arbeiten auf Papier, die Mitoraj während seiner Aufenthalte in Pietrasanta angefertigt hatte — großformatige Bleistift- und Kohlezeichnungen, die als eigenständige Werkgruppe gelten und nicht bloß als Vorstufen für spätere Bronzen. Diese Arbeiten auf Papier sind auf dem Sekundärmarkt vergleichsweise selten und werden, wenn sie auftauchen, meist über spezialisierte Häuser wie Tajan oder Millon in Paris angeboten. Für Sammler, die einen anderen Zugang zum Werk suchen als über die klassischen Bronzeedtionen, stellen sie eine inhaltlich wie finanziell attraktive Alternative dar. Mitorajs Zeichnungen aus dieser Periode — oft mit fragmentierten Profilansichten antiker Köpfe, in lockerem Strich ausgeführt — zeigen eine Unmittelbarkeit, die in der gegossenen Form nicht immer erhalten bleibt, und werden von Werkexperten wie dem Kunsthistoriker Jean-Louis Andral als eigenständige Zeugnisse seiner formalen Entwicklung eingestuft. Andral, der 2009 für das Musée Jean Cocteau in

Permanent Works

Per Adriano
Bronze · 2004 · Dauerhaft · Place Saint-Eloi · Vor dem Museum der Schönen Künste · Erworben von der Stadt Angers

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Mitorajs Per Adriano (2004) steht dauerhaft auf dem Place Saint-Eloi in Angers, vor dem Museum der Schönen Künste — von der Stadt Angers erworben. Die einzige permanente Mitoraj-Skulptur in Westfrankreich.

Any other Mitoraj work also welcome — any subject, condition, or format.

Über Diese Sammlung

Diese Website dokumentiert die Suche eines Privatsammlers nach Werken von Igor Mitoraj (1944–2014) — dem polnisch-französischen Bildhauer, der für seine gebrochenen klassischen Figuren in Bronze und Marmor bekannt ist. Mitoraj studierte in Krakau unter Tadeusz Kantor, bildete sich in Paris an der École nationale supérieure des beaux-arts weiter und eröffnete 1983 sein festes Atelier in Pietrasanta, Toskana. Seine Werke befinden sich in öffentlichen Sammlungen in ganz Europa und Amerika. Sein Auktionsrekord — 6,89 Millionen Euro für einen monumentalen Tindaro Screpolato bei Sotheby's Paris 2019 — stellt ihn unter die meistgesuchten europäischen Nachkriegsbildhauer.

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