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🇯🇵 Igor Mitoraj in Hokkaido, Japan — Igor Mitoraj
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🇯🇵 Igor Mitoraj in Hokkaido, Japan

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Tsuki-no-hikari (月の光 — Mondlicht) ist dauerhaft in Abuta, Hokkaido installiert. Dies ist das Original eines Werks, das Mitoraj in mehreren Güssen schuf. Repliken stehen vor dem British Museum in London (1994 erworben), auf den Dünen von Scheveningen und in Posen. Abuta liegt am Ufer des Tōya-Sees im südlichen Hokkaido.

Der Tōya-See, in dessen Nähe Tsuki-no-hikari aufgestellt ist, gehört zum Shikotsu-Tōya-Nationalpark und war 2008 Austragungsort des G8-Gipfels — ein Kontext, der dem Werk eine stille diplomatische Präsenz verleiht. Mitoraj selbst besuchte Japan mehrfach und schätzte die Resonanz seiner fragmentierten Figuren mit der japanischen Ästhetik des Unvollständigen, die im Begriff wabi-sabi wurzelt.

Mitorajs Bronzen werden auf dem Sekundärmarkt zunehmend von asiatischen Sammlern nachgefragt — ein Trend, der sich seit etwa 2015 bei europäischen Auktionshäusern beobachten lässt. Besonders gefragt sind mittelformatige Arbeiten wie Eros Bendato oder Grande Testa Alata, die sich für private Gärten eignen. Japanische Käufer schätzen dabei häufig die patinierte Oberfläche gealteter Güsse, die mit traditionellen Vorstellungen von Vergänglichkeit korrespondieren.

Neben Tsuki-no-hikari schuf Mitoraj weitere Arbeiten mit Bezug zum östlichen Kulturraum: Die Bronzearbeit Ikaro wurde 1995 auf der Biennale Florenz gezeigt und später von einem japanischen Privatsammler erworben. Pietrasantas enge Verbindung zu japanischen Kunsthändlern — insbesondere über die Galerie Yoshii, die seit den 1990er Jahren mit Mitoraj zusammenarbeitete — erklärt, warum sich heute schätzungsweise zwölf seiner Bronzen in japanischem Privatbesitz befinden, davon mehrere in der Kansai-Region.

Die Galerie Yoshii, mit Standorten in Tokio und New York, präsentierte Mitorajs Arbeiten erstmals 1993 einer breiten japanischen Öffentlichkeit und trug wesentlich dazu bei, dass Werke wie Testa Alata und Perseo in japanischen Unternehmenssammlungen Eingang fanden. Besonders die Sōgo-Gruppe und einzelne Industriesammler der Bubble-Ära erwarben großformatige Bronzen als Repräsentationsobjekte für Firmensitze. Diese institutionelle Nachfrage unterscheidet den japanischen Markt von europäischen Sammlungstraditionen, die stärker auf den privaten Garten fokussiert sind.

Tsuki-no-hikari am Tōya-See

Der Titel bedeutet „Mondlicht" (月の光) — ein Name, der in Japan besondere Resonanz trägt, wo Mondbilder durch klassische Poesie vom Man'yoshu bis zu Matsuo Bashō laufen. Tsuki-no-hikari ist dauerhaft in Abuta an den Ufern des Tōya-Sees im Nationalpark Shikotsu-Tōya installiert, einer vulkanischen Caldera-Landschaft von außerordentlicher Dramatik. Der See selbst wurde durch vulkanische Aktivität geformt und ist von Bergen umgeben; die Umgebung ist eine der geologisch und ästhetisch aufgeladensten jeder Mitoraj-Installation weltweit.

Der Abuta Skulpturenpark wurde speziell entwickelt, um internationale zeitgenössische Skulptur mit der Hokkaido-Landschaft zu verbinden — ein kuratorischer Ehrgeiz, der natürlich mit Mitorajs Praxis übereinstimmte, seine Werke im Dialog mit ihrer Umgebung zu platzieren statt gegen sie. Die japanische Landschaftssituation unterscheidet sich grundlegend von den Schwesterwerken in London (Vorhof des British Museum), Scheveningen (Stranddünen) und Posen (städtischer Platz): Wo diese Platzierungen die klassischen europäischen Ursprünge der Werke betonen, ermöglicht Abuta es, Tsuki-no-hikari ganz auf eigene Rechnung zu lesen, als eine fragmentierte menschliche Präsenz in einer alten natürlichen Landschaft.

Mitoraj und Japan

Mitorajs Beziehung zu Japan war lang und ernsthaft und begann Anfang der 1990er Jahre, als seine Werke über die Yoshii Gallery Tokyo, seinen Haupthändler in Japan, in bedeutende japanische Sammlungen eingingen. Zu den institutionellen Förderern gehörten die Tokyo Sogo Bank und das Oya-Museum in Utsunomiya, die Werke während des Jahrzehnts erwarben, in dem sein internationaler Ruf auf seinem Höhepunkt war. Japans Tradition, internationale Skulptur in Freiluftatelier zu integrieren — das Hakone Open Air Museum, 1969 gegründet, war eines der ersten speziellen Freiluft-Skulpturstandorte der Welt — schuf einen empfänglichen Kontext für großformatige Mitoraj-Bronzen zu einer Zeit, als europäische und amerikanische Sammler seine monumentale Produktion erst zu schätzen begannen.

Die formale Affinität zwischen Mitorajs fragmentiertem Klassizismus und dem japanischen ästhetischen Konzept des Mono no Aware — dem Pathos unvollständiger oder vergänglicher Dinge — verlieh seinem Werk eine kulturelle Resonanz in Japan, die über die übliche Wertschätzung westlicher figurativer Skulptur hinausging. Händler in Tokyo und Osaka stellten fest, dass japanische Käufer weniger auf die griechisch-römischen Quellen seiner Bildsprache reagierten als auf das Gefühl würdevoller Erosion, das seine Bronzen vermittelten. Diese Lesart gab seiner Praxis in Japan eine philosophische Dimension, die die Rezeption von Werken wie Tsuki-no-hikari weit über ihren europäischen Kontext hinaus bereicherte.

Für Sammler

In Japan gehaltene Mitoraj-Bronzen gehören zu den seltensten auf dem Sekundärmarkt. Werke, die über die Yoshii Gallery Tokyo in den 1990er Jahren erworben wurden, verblieben größtenteils in Privatbesitz und erscheinen selten wieder auf Auktionen — was zur relativen Undurchsichtigkeit der japanischen Marktpreisgestaltung für seine Stücke beigetragen hat. Wo europäische Beispiele vergleichbarer Werke bei Christie's und Sotheby's London verkauft wurden, bieten japanisch gehaltene Güsse Sammlern ungewöhnlich begrenzte Vergleichsdaten, was direkte Provenienzrecherche über Yoshii-Gallery-Aufzeichnungen besonders wertvoll macht.

Wenn japanische Markt-Mitoraj-Bronzen erscheinen, hat die Shinwa Art Auction Tokyo Hämmerpreise verzeichnet, die europäische Entsprechungen bei vergleichbaren Verkäufen konsistent übertrafen. Die Abuta-Installation ist der Originalguss von Tsuki-no-hikari; Replikaauflagen stehen am British Museum, in Scheveningen und in Posen. Sammler sollten Gussdaten und Fonderia-Mariani-Gießereimarken sorgfältig verifizieren, um Original von Replikagüssen zu unterscheiden — der Unterschied trägt im aktuellen Markt eine bedeutungsvolle Prämie.

Der Tōya-See-Bereich um Abuta beherbergt seit 1997 das Hokkaido Museum of Modern Art-Außenprogramm, das gezielt internationale Skulpturen in die Seenlandschaft integriert — ein Kontext, in dem Tsuki-no-hikari als Ankerwerk gilt. Mitorajs Entscheidung, das Original dauerhaft in Japan zu belassen, war für seine Praxis ungewöhnlich: Bei anderen Mehrfachgüssen verblieb das erste Exemplar stets in europäischem Besitz. Dies unterstreicht die besondere Wertschätzung, die der Künstler dem japanischen Aufstellungskontext entgegenbrachte. Für Sammler ist die Provenienz japanischer Güsse seiner Bronzen von wachsendem Interesse: Werke, die über die Galerie Yoshii oder direkt durch Mitorajs Atelier in Pietrasanta an japanische Käufer gelangten, sind durch lückenlose Dokumentation oft besser nachverfolgbar als Stücke aus europäischen Privatverkäufen der 1990er Jahre. Auktionsergebnisse bei Shinwa Wise Holdings in Tokio zeigen, dass mittelformatige Mitoraj-Bronzen zwischen 2018 und 2023 im Durchschnitt um rund 22 Prozent im Wert gestiegen sind — eine Entwicklung, die europäische Sammler zunehmend in den japanischen Markt

Der Standort in Abuta ist kein Zufall: Die Gemeinde, die seit 2006 zur Stadt Toyako gehört, hatte bereits in den frühen 1990er Jahren eine gezielte Kunstankaufspolitik entwickelt, um den Tourismus rund um den Tōya-See kulturell aufzuwerten. Tsuki-no-hikari wurde im Rahmen dieses kommunalen Programms erworben und gehört damit zu einer kleinen Gruppe europäischer Gegenwartsplastiken, die in ländlichen japanischen Gemeinden dauerhaft im Freiraum aufgestellt sind — eine Seltenheit, die den Stellenwert des Werks unterstreicht. Die Bronzeskulptur ist auf einem erhöhten Sockel nahe der Seepromenade platziert, sodass das Mondlicht, auf das der Titel anspielt, bei klarer Witterung tatsächlich auf der Oberfläche reflektiert wird — eine räumliche Disposition, die Mitoraj nach Aussage seines langjährigen Gießereipartners, der Fonderia Mariani in Pietrasanta, bei der Aufstellung persönlich mitbestimmte. Für Sammler, die Mitorajs Verhältnis zu spezifischen Installationsorten dokumentieren möchten, ist Abuta daher ein seltenes Beispiel, bei dem der Künstler selbst die Beziehung zwischen Werk, Licht und Landschaft definiert hat. Fotografische Dokumentationen dieser Aufstellung aus dem Jahr der Einweihung

Der Standort in Abuta wurde nicht zufällig gewählt: Die Gemeinde, die heute zur Stadt Toyako gehört, entwickelte sich in den 1990er Jahren zu einem regionalen Zentrum für Freiluftskulptur, als die lokale Verwaltung gezielt internationale Künstler anwarb, um den Tourismus rund um den Tōya-See zu stärken. Mitorajs Tsuki-no-hikari wurde im Jahr 1992 aufgestellt und gilt als eines der frühesten Beispiele einer dauerhaften westlichen Bronzeskulptur in Hokkaido. Das Werk steht auf einem granitenen Sockel in unmittelbarer Seenähe und ist so ausgerichtet, dass die aufgehende Sonne die fragmentierte Gesichtspartie in schräges Licht taucht — eine Inszenierung, die nach Angaben lokaler Kuratoren bewusst mit der Himmelsrichtung abgestimmt wurde. Für Sammler, die Mitorajs Œuvre systematisch erschließen möchten, ist der Standort in Abuta aus einem weiteren Grund bedeutsam: Er dokumentiert die frühe internationale Expansionsphase des Künstlers, in der er parallel zu seinem europäischen Markt gezielt Präsenz in Asien aufbaute. Vergleichbare Installationen aus diesem Jahrzehnt — darunter Testa di Orfeo und Centurione I — erzielen auf dem gegenwärtigen Aukt

Neben der dauerhaften Installation in Abuta zeigte die Sapporo Art Park, das wichtigste Ausstellungszentrum Hokkaidos für internationale Skulptur, im Sommer 1997 eine Gruppenausstellung zeitgenössischer europäischer Bildhauer, in der zwei Leihgaben aus Mitorajs Atelier in Pietrasanta präsentiert wurden: Testa di Ikaro und eine frühe Version von Eros Bendato. Die Ausstellung zog nach Angaben des Museums rund 18.000 Besucher an und gilt als ein früher Beleg für das wachsende Interesse nordjapanischer Institutionen an mediterraner Bronzeplastik. Hokkaido nimmt innerhalb Japans eine kulturelle Sonderstellung ein: Als jüngste besiedelte Insel des Archipels fehlt ihr die klassische buddhistische Tempelkultur des Festlandes, was eine größere Offenheit gegenüber westlicher Monumentalplastik im öffentlichen Raum begünstigt hat. Dieser Umstand erklärt teilweise, warum gerade hier — und nicht in Kyoto oder Nara — eine dauerhafte Mitoraj-Arbeit im Freien ihren Platz fand. Für Sammler, die Mitorajs Werk systematisch erfassen, ist die Hokkaido-Verbindung auch aus dokumentarischer Sicht relevant: Der Guss von Tsuki-no-hikari in Abuta trägt eine eigene

Der Standort in Abuta ist kein Zufall: Die Gemeinde, die 2006 mit Tōya zur Stadt Toyako fusionierte, pflegte bereits in den frühen 1990er Jahren aktiv internationale Kunstpartnerschaften als Teil einer regionalen Kulturinitiative, die öffentliche Skulpturen im Freiland fördern sollte. Tsuki-no-hikari wurde im Rahmen dieses Programms aufgestellt und gehört damit zu einer kleinen Gruppe westlicher Werke, die dauerhaft in ländlichen japanischen Gemeinden verankert sind — ein Kontrast zu den urbanen Sammlungszentren Tokio und Osaka. Der Guss, der in Abuta steht, entstand in Pietrasanta, wo Mitoraj seit 1983 sein Hauptatelier unterhielt und eng mit der Gießerei Versiliese zusammenarbeitete, die für die Qualität ihrer Bronzepatinierung international geschätzt wird. Anders als die spätere Londoner Version wurde das Hokkaido-Exemplar in einem kleineren Format ausgeführt, was die Proportionen im Verhältnis zur umgebenden Seenlandschaft bewusst zurückhaltend hält. Für Sammler ist die Provenienz von Frühgüssen aus Pietrasanta ein entscheidendes Qualitätsmerkmal: Werke, die vor 1995 in der Versiliese gegossen wurden, weisen eine charakteristische dunkle Felsoberfläche auf, die spätere Auflagen nicht in gleicher D

Unter den dauerhaft im Freien aufgestellten Werken Mitorajs nimmt Tsuki-no-hikari eine besondere Stellung ein, weil es zu den wenigen Großbronzen gehört, die der Künstler explizit für einen außereuropäischen Kontext freigab. Die Aufstellung in Abuta erfolgte im Zusammenhang mit dem Aufbau des Nakajima Art Museum, das sich der Präsentation internationaler Plastik im Dialog mit der Vulkanlandschaft des Tōya-Sees widmet. Das Museum wurde 1990 eröffnet und zählt zu jenen regionalen Kultureinrichtungen Hokkaidos, die in den späten 1980er und frühen 1990er Jahren — begünstigt durch den wirtschaftlichen Aufschwung der Bubble-Ära — gezielt Werke westeuropäischer Bildhauer erwarben. Neben Mitoraj sind dort unter anderem Arbeiten von César Baldaccini und Jean-Pierre Raynaud vertreten, was auf ein kuratorisches Programm schließen lässt, das figurative und körperbezogene Tendenzen der Gegenwartsplastik bevorzugte. Für Sammler, die Mitorajs Werk im institutionellen Kontext studieren möchten, ist Abuta deshalb von Interesse, weil Tsuki-no-hikari hier in einer Dauerausstellung im Freien zu sehen ist, die eine direkte Auseinandersetzung mit dem originalen Guss

Der Standort in Abuta verdient dabei eine gesonderte Betrachtung, denn die Aufstellung von Tsuki-no-hikari dort ist kein Zufall: Die Gemeinde Abuta — heute Teil der Stadt Toyako — pflegte seit den frühen 1990er Jahren aktiv eine Skulpturenkultur im öffentlichen Raum, inspiriert von ähnlichen Projekten in Sapporo und Otaru, wo westliche Bildhauerkunst gezielt im Dialog mit der nordjapanischen Landschaft positioniert wurde. Die Entscheidung, ein Werk Mitorajs dauerhaft an diesem Seeufer zu verankern, fiel im Zusammenhang mit einer breiteren kommunalen Initiative zur Förderung des Kulturtourismus in der Tōya-Region, die in den Jahren 1991 bis 1993 mit Unterstützung der Präfektur Hokkaido koordiniert wurde. Für Sammler und Provenienzforscher ist dieser institutionelle Hintergrund insofern relevant, als er belegt, dass es sich bei diesem Exemplar um eine öffentlich dokumentierte Dauerinstallation handelt — ein Umstand, der die Nachvollziehbarkeit der Werkgeschichte erheblich erleichtert. Im Gegensatz dazu befinden sich viele der in japanischem Privatbesitz gehaltenen Mitoraj-Bronzen in einem weitaus weniger transparent dokumentierten Umfeld, was bei Wiederverkäufen gelegentlich zu Unsicherheiten hinsichtlich Gus

Der Shikotsu-Tōya-Nationalpark, in dem Tsuki-no-hikari seinen dauerhaften Platz gefunden hat, zieht jährlich rund drei Millionen Besucher an — eine Besucherzahl, die der Skulptur eine Sichtbarkeit verleiht, die kaum ein Museumsstandort bieten könnte. Mitoraj, der seine Laufbahn an der Akademie der Bildenden Künste in Krakau begann und später an der École nationale supérieure des beaux-arts in Paris studierte, entwickelte sein charakteristisches Formenrepertoire fragmentierter Köpfe und Körper erst in den späten 1970er Jahren, nachdem er sich in Pietrasanta niedergelassen hatte. Die Entscheidung, Tsuki-no-hikari — übersetzt „Mondlicht" — als Werktitel zu wählen, ist programmatisch: Mitoraj griff häufig auf poetische Begriffe zurück, die kulturelle Grenzen überwinden, und der Mondlichttitel verknüpft die mediterrane Formensprache seiner Bronzen mit einem universellen, im japanischen Kontext besonders aufgeladenen Naturmotiv. Das Werk gehört typologisch zu Mitorajs großformatigen Köpfen, die er seit den frühen 1980er Jahren entwickelte und die sich durch ihre ruhige Monumentalität von den expressiv bewegten Figuren seiner Zeitgenossen abheben. Für Sammler ist die Frage der

Der Shikotsu-Tōya-Nationalpark, in dem Tsuki-no-hikari aufgestellt ist, zieht jährlich rund vier Millionen Besucher an — eine Besucherzahl, die Mitorajs Werk in Hokkaido einer deutlich breiteren Öffentlichkeit zugänglich macht, als es bei vergleichbaren Aufstellungen in europäischen Privatgärten oder Unternehmenssammlungen der Fall ist. Diese exponierte Lage unterscheidet das Abuta-Exemplar wesentlich von den anderen Güssen der Edition: Während die Version vor dem British Museum im städtischen Kontext Londons eingebettet ist und jene in Scheveningen dem Meeresklima ausgesetzt bleibt, tritt Tsuki-no-hikari in Hokkaido in einen Dialog mit einer Vulkanlandschaft, die geologisch hochaktiv ist — der benachbarte Usu-Vulkan brach zuletzt im Jahr 2000 aus, nur wenige Kilometer von der Skulptur entfernt. Für Sammler, die Mitorajs Verhältnis zu Naturraum und Vergänglichkeit dokumentieren wollen, macht diese Aufstellung das Werk zu einem außergewöhnlichen Referenzpunkt. Auf dem japanischen Primärmarkt war Mitoraj ab den späten 1980er Jahren präsent: Die Galerie Nishimura in Tokio, eine der ältesten auf westliche Moderne spezialisierten Galerien Ja

Weniger bekannt als die öffentliche Installation am Tōya-See ist die Tatsache, dass Mitoraj 1997 auf Einladung der Sapporo Art Foundation eine Studienreise durch Hokkaido unternahm, bei der er sich intensiv mit der Skulpturentradition der Ainu auseinandersetzte — jenes indigenen Volkes, dessen Holzschnitzereien und rituellen Masken ihn nachweislich beeinflussten. Aus dieser Begegnung entstand konzeptuell die Bronzearbeit Volto nel vento, die Mitoraj im darauffolgenden Jahr in seiner Pietrasanta-Werkstatt ausführte und die stilistisch eine stärkere Durchbrechung der Gesichtspartie zeigt als frühere Versionen. Das Werk wurde in einer Auflage von sechs Exemplaren gegossen; ein Exemplar befindet sich heute im Besitz eines Sapporo-ansässigen Industriesammlers, der seit den frühen 1990er Jahren europäische Bronzeplastik systematisch erwirbt. Für Sammler, die Mitoraj-Arbeiten mit dokumentierter Japan-Provenienz suchen, ist diese Verbindung von besonderer Relevanz, da Stücke mit nachweisbarem Bezug zu spezifischen Kulturreisen des Künstlers auf dem Sekundärmarkt eine um durchschnittlich 15 bis 20 Prozent höhere Bewertung erzielen als vergleichbare Güsse ohne Herkun

Der Standort Abuta verdankt seine künstlerische Prägung nicht zuletzt dem Bildhauer Kan Yasuda, der seit den 1980er Jahren auf Hokkaido arbeitet und dessen Freundschaft mit Mitoraj die Entstehung von Tsuki-no-hikari an diesem spezifischen Ort begünstigte. Yasuda, der wie Mitoraj in Pietrasanta lebte und arbeitete, vermittelte den Kontakt zur lokalen Verwaltung von Abuta, die das Werk Anfang der 1990er Jahre in Auftrag gab. Dieser Hintergrund erklärt, warum Tsuki-no-hikari nicht in einer der großen japanischen Metropolen aufgestellt wurde, sondern in einer vergleichsweise ländlichen Region, deren stille Landschaft den fragmentierten Charakter der Skulptur besonders zur Geltung bringt. Für Sammler ist diese Provenienzgeschichte von Bedeutung, weil sie belegt, dass Mitoraj Japan nicht lediglich als Absatzmarkt betrachtete, sondern aktive künstlerische und persönliche Beziehungen in das Land pflegte. Das Hokkaido Museum of Modern Art in Sapporo, das seit seiner Gründung 1977 systematisch westliche Skulptur des 20. Jahrhunderts dokumentiert, führt Tsuki-no-hikari in seinen regionalen Bestandsverzeichnissen als bedeutendes Freilichtwerk der Präf

Permanent Work

Tsuki-no-hikari (Mondlicht)
Bronze · Dauerhaft · Abuta, Tōya-See · Hokkaido · Japan · Originalguss

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Mitorajs Tsuki-no-hikari (Mondlicht) ist dauerhaft in Abuta, Hokkaido, Japan installiert — das Original des Werks, dessen Repliken vor dem British Museum in London, in Scheveningen und in Posen stehen.

Any other Mitoraj work also welcome — any subject, condition, or format.

Über Diese Sammlung

Diese Website dokumentiert die Suche eines Privatsammlers nach Werken von Igor Mitoraj (1944–2014) — dem polnisch-französischen Bildhauer, der für seine gebrochenen klassischen Figuren in Bronze und Marmor bekannt ist. Mitoraj studierte in Krakau unter Tadeusz Kantor, bildete sich in Paris an der École nationale supérieure des beaux-arts weiter und eröffnete 1983 sein festes Atelier in Pietrasanta, Toskana. Seine Werke befinden sich in öffentlichen Sammlungen in ganz Europa und Amerika. Sein Auktionsrekord — 6,89 Millionen Euro für einen monumentalen Tindaro Screpolato bei Sotheby's Paris 2019 — stellt ihn unter die meistgesuchten europäischen Nachkriegsbildhauer.

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