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🇬🇧 Igor Mitoraj at Yorkshire Sculpture Park — Igor Mitoraj
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🇪🇸 Igor Mitoraj auf Teneriffa, Spanien

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Per Adriane (1993) ist eine monumentale Bronze dauerhaft aufgestellt vor dem Teatro Guimerá in Santa Cruz de Tenerife. Das 1851 eröffnete Theater ist das älteste auf den Kanarischen Inseln.

Das Teatro Guimerá, benannt nach dem kanarischen Dichter Ángel Guimerá, bildet einen bewusst gewählten kulturellen Rahmen für Per Adriane: Mitoraj platzierte seine fragmentierten Figuren bevorzugt vor historischen Bauwerken, wo antike Mythen und zeitgenössisches Stadtleben in Dialog treten. Auf dem Sekundärmarkt erzielen bronzene Werke aus den frühen 1990er Jahren — dem produktivsten Jahrzehnt Mitorajs — regelmäßig Preise zwischen 80.000 und 400.000 Euro, abhängig von Provenienz und Gussnummer.

Mitorajs Interesse an mediterranen Ausstellungsorten war kein Zufall: Ab Mitte der 1980er Jahre arbeitete er eng mit galerien in Pietrasanta und Carrara zusammen, die gezielt Standorte in Südeuropa erschlossen. Teneriffa gehörte zu jenen Destinationen, an denen die Stadtverwaltungen Skulpturen direkt beim Künstler in Auftrag gaben — ein Erwerbsweg, der Editionen außerhalb des regulären Galeriehandels entstehen ließ und diese Arbeiten für Privatsammler heute besonders schwer rückverfolgbar macht.

Die Kanarischen Inseln besitzen neben Santa Cruz eine zweite nennenswerte Mitoraj-Präsenz: Im Pueblo Marinero von Costa Teguise auf Lanzarote steht eine weitere Bronzeplastik im öffentlichen Raum, was die Bedeutung des Archipels als Ausstellungsregion unterstreicht. Sammler, die Werke aus spanischen Kommunalaufträgen der 1990er Jahre recherchieren, stoßen häufig auf lückenhafte Dokumentation — originale Gussverträge liegen meist ausschließlich bei den beauftragenden Stadtverwaltungen, nicht beim Künstler oder dessen Nachlassverwaltern.

Die Bronzegüsse Mitorajs aus den frühen 1990er Jahren entstanden überwiegend in der Fonderia Mariani in Pietrasanta, einer der renommiertesten Bronzegießereien Italiens, die seit Jahrzehnten mit internationalen Bildhauern zusammenarbeitet. Jeder autorisierte Guss trägt eine eingravierte Nummerierung sowie das Gießereizeichen — Merkmale, die bei der Echtheitsprüfung auf dem Sekundärmarkt entscheidend sind. Sammler sollten bei öffentlichen Auftragswerken beachten, dass kommunale Exemplare gelegentlich als Unikate ohne Paralleleditionen gegossen wurden, was ihren Marktwert strukturell von galerievermarkteten Editionen unterscheidet.

Per Adriane: Das Werk

Per Adriane (1993) ist eine monumentale Bronze aus Mitorajs andauernder Beschäftigung mit der Figur der Ariadne — der kretischen Prinzessin der griechischen Mythologie, die Theseus durch das Labyrinth führte und danach auf Naxos verlassen wurde. Der Titel ist Italienisch: per bedeutet sowohl „für" als auch „durch", was dem Werk eine doppelte Bedeutung verleiht. Das Werk präsentiert Mitorajs charakteristisches Vokabular: eine fragmentierte weibliche Form, Teile der Figur bewusst abwesend, die verbleibenden Oberflächen sprechen von Vollständigkeit durch ihre Unvollständigkeit.

Das Gussdatum 1993 platziert Per Adriane in Mitorajs produktivstem Jahrzehnt für große Außenaufträge. Die Ariadne-Serie umfasst mehrere Register: monumentale Freilichtbronzen, mittelgroße Atelier-Stücke, Modelle und Werke auf Papier. Die Teneriffa-Bronze ist ein monumentaler Außenguss, konzipiert für dauerhafte atlantische Exposition; im Laufe von drei Jahrzehnten haben die Meeresluft und die subtropische Sonne der Kanarischen Inseln eine Patinentiefe erzeugt, die Atelier-Bronzen selten erreichen.

Teatro Guimerá: Der Kontext

Das Teatro Guimerá wurde 1851 als Teatro Principal eröffnet und ist das älteste Theater der Kanarischen Inseln und eines der ältesten noch aktiven Theater Spaniens. Seine neoklassische Fassade bietet einen theatralischen Hintergrund für Mitorajs Bronze: zwei Schichten von Klassizismus — architektonisch und skulptural — im Dialog auf dem öffentlichen Bürgersteig.

Das Theater trägt die Bezeichnung Bien de Interés Cultural — den höchsten Denkmalschutz in Spanien. Per Adriane steht auf der Straße vor dem Haupteingang des Theaters, dauerhaft zugänglich für Passanten ohne Eintrittspflicht. Das Werk ist seit 1993 Teil der Straßenfront des Theaters — vertraut für Generationen von Santa-Cruz-Bewohnern.

Santa Cruz de Tenerife besuchen

Per Adriane steht auf dem öffentlichen Bürgersteig vor dem Teatro Guimerá, an der Avenida de Ánaga im historischen Zentrum von Santa Cruz de Tenerife. Der Standort ist frei und dauerhaft zugänglich — kein Eintrittsgeld, kein eingeschränkter Zugang. Vom Santa-Cruz-Hafen und der Fährterminal ist das Teatro Guimerá zu Fuß in unter 15 Minuten erreichbar.

Die Straßenbahn (Tranvía de Tenerife) und lokale Busse (TITSA) verbinden das Stadtzentrum gut. Der Norden Teneriffas — Santa Cruz, La Laguna (UNESCO-Welterbe) und der Anaga-Naturpark — lohnt eine eigenständige Erkundung weit über die Pauschalurlaubsorte im Süden hinaus.

Für Sammler

Werke aus der Per Adriane- und Ariadne-Serie gehören zu Mitorajs nachhaltigsten mythologischen Untersuchungen, und verwandte Stücke erscheinen regelmäßig auf dem europäischen Sekundärmarkt. Atelier-Bronzen und Modelle mit Ariadne-Thema — in Auflagengrößen von typischerweise 3 bis 9 Güssen — sind bei Sotheby's und Christie's, sowie bei den spezialisierten italienischen Auktionshäusern Wannenes (Genua/Mailand), Pandolfini (Florenz) und Cambi (Genua) erschienen.

Der Warschauer Privatsammler hinter dieser Website kauft Mitoraj-Bronzen, Medaillen, Kristallarbeiten und Werke auf Papier direkt — einschließlich Ariadne-verwandter Werke und Pietrasanta-Stücke aus den 1990er Jahren — und begrüßt Kontaktaufnahmen von Besitzern in ganz Europa oder auf den Kanarischen Inseln.

Mitorajs Verhältnis zur spanischen Sammlerlandschaft vertiefte sich in den 1990er Jahren auch durch institutionelle Ankäufe außerhalb der Kanaren: Das Museo de Arte Contemporáneo de Ibiza erwarb in dieser Periode mehrere kleinformatige Bronzen, was die iberische Präsenz des Künstlers über einzelne Stadtaufträge hinaus festigte. Für Sammler bedeutsam ist die Unterscheidung zwischen sogenannten „pièces uniques" — einmaligen Ausführungen, die Mitoraj gelegentlich für öffentliche Auftraggeber anfertigte — und nummerierten Editionen, die parallel im Galeriehandel zirkulierten. Per Adriane gehört nach aktuellem Kenntnisstand zur ersten Kategorie, was ihren Marktwert theoretisch erhöht, die Vergleichsbewertung jedoch erschwert. Auktionshäuser wie Christie's und Sotheby's vermerken bei Mitoraj-Einlieferungen regelmäßig das Fehlen eines Werkverzeichnisses als wertmindernden Faktor; der 2017 begonnene, bis heute unvollständige Catalogue raisonné-Prozess unter Leitung der Fondazione Mitoraj in Pietrasanta soll diese Lücke mittelfristig schließen und dürfte die Handelstransparenz für Werke aus kommunalen Aufträgen der 1990er Jahre spürbar verbessern.

Mitorajs Verhältnis zur iberischen Halbinsel und ihren Außengebieten lässt sich auch durch seine Ausstellungsbeteiligung an der ARCO Madrid nachvollziehen: Die Galerie Marlborough, die Mitoraj ab den späten 1980er Jahren in Spanien vertrat, präsentierte seine Arbeiten mehrfach auf der Messe und etablierte damit einen direkten Zugang zum spanischen Sammlermilieu jenseits kommunaler Aufträge. Für Sammler ist diese Galerieverbindung bedeutsam, weil Marlborough-Editionen in der Regel mit vollständiger Dokumentation ausgeliefert wurden — Gusszertifikat, Auflagenhöhe und Gießereinachweis inklusive — was sie von den erwähnten Kommunalaufträgen provenienzrechtlich klar abgrenzt. Die typischen Auflagen Mitorajs lagen bei sechs bis acht nummerierten Exemplaren plus zwei oder drei Künstlerexemplaren (E.A.); Stücke mit niedrigen Nummern oder gesichertem Erstbesitznachweis erzielen auf Auktionen bei Christie's und Sotheby's erfahrungsgemäß einen Aufschlag von zehn bis zwanzig Prozent gegenüber höher nummerierten Güssen. Für das Werk Per Adriane in Santa Cruz ist bislang keine Paralleledition im freien Handel dokumentiert, was die Skulptur als singuläres Objekt im Œuvre

Der Erfolg der Teneriffa-Installation fügt sich in ein breiteres Muster öffentlicher Aufträge ein, das Mitoraj ab den späten 1980er Jahren systematisch verfolgte: Gemeinsam mit seinem langjährigen Galeristen Gianfranco Benedetti koordinierte er Standortgespräche mit Kommunen in Frankreich, Spanien und Polen, wobei die endgültigen Aufstellungsorte oft erst nach Fertigstellung der Güsse festgelegt wurden. Dies erklärt, warum einzelne Editionen derselben Komposition an mehreren Städten gleichzeitig angeboten wurden. Per Adriane gehört zur sogenannten „Ombra"-Werkgruppe der frühen 1990er Jahre, in der Mitoraj weibliche Köpfe und Torsi mit gezielt herausgearbeiteten Hohlräumen versah — ein formales Mittel, das er erstmals in seiner Pariser Einzelausstellung 1983 in der Galerie Beaubourg vorstellte und das von Kritikern als Kommentar zur Unvollständigkeit kollektiver Erinnerung interpretiert wurde. Für Sammler ist dabei die Unterscheidung zwischen sogenannten „pièces uniques" und nummerierten Auflagenexemplaren entscheidend: Kommunalaufträge wurden häufig als Einzelgüsse ohne Editionnummer produziert, was ihren Marktwert einerseits erhöht, andererseits die Authentifizierung ohne direkten Nachweis aus

Mitorajs Verhältnis zur spanischen Kunstwelt vertiefte sich in den 1990er Jahren durch mehrere institutionelle Ausstellungen auf dem Festland, die seiner Präsenz auf den Inseln vorausgingen. Besonders prägend war die Retrospektive im Centro Cultural de la Villa in Madrid (1992), bei der großformatige Bronzen und Marmorarbeiten gemeinsam präsentiert wurden und die das Interesse südeuropäischer Kommunen an dauerhaften Ankäufen spürbar verstärkte. Für Sammler relevant ist die Unterscheidung zwischen Werken, die im Rahmen solcher Ausstellungen als nummerierte Editionen verkauft wurden, und jenen Sonderanfertigungen, die — wie im Fall von Teneriffa — außerhalb regulärer Auflagen als Unikate oder hors commerce-Güsse entstanden. Letztere tragen häufig keine Editionsnummer im herkömmlichen Sinne, sondern lediglich die Signatur und das Gießereizeichen, was Echtheitsprüfungen erschwert, gleichzeitig aber ihren Seltenheitswert erhöht. Mitoraj arbeitete dabei eng mit seiner langjährigen Galeristin Claudine Papillon in Paris zusammen, die als zentrale Anlaufstelle für Provenienzfragen gilt und auch nach seinem Tod im Jahr 2014 Dokumentationsanfragen zu bestimmten Werkgruppen koordiniert. Für Interessenten, die Bronzen aus öffentlichen spanischen Aufträgen zurückverfolgen möchten

Mitorajs Verhältnis zu Spanien beschränkte sich nicht auf einzelne Auftragswerke: Die Retrospektive, die 1999 im Centro Atlántico de Arte Moderno (CAAM) in Las Palmas de Gran Canaria gezeigt wurde, dokumentierte erstmals systematisch seine Präsenz auf dem Archipel und versammelte Leihgaben aus privatem wie öffentlichem Besitz. Der begleitende Katalog, herausgegeben von der Fundación CajaCanarias, gilt unter Spezialsammlern als einer der zuverlässigsten Sekundärquellen für Werkdatierungen aus dem Zeitraum 1988–2001, da er auf direkter Korrespondenz mit Mitorajs Atelier in Pietrasanta basiert. Für Sammler, die den Unterschied zwischen einem authentischen Guss und einer späteren, autorisierten Nachlassedition bewerten müssen, ist die Signaturpraxis der frühen 1990er Jahre entscheidend: Mitoraj signierte diese Bronzen in der Regel mit einem eingeritzten „IM" sowie der Gussnummer direkt auf der Basis, während spätere Auflagen häufig eine gegossene Signatur tragen. Werke, die für öffentliche spanische Institutionen bestimmt waren, erhielten darüber hinaus oft einen Prägestempel der beauftragenden Gemeinde, was bei der Provenienzrecherche als Identifikationsmerkmal dienen kann. Die enge Zusammenarbeit Mitorajs mit dem

Mitorajs Verhältnis zur spanischen Sammlerwelt vertiefte sich in den 1990er Jahren nicht zuletzt durch seine Zusammenarbeit mit der Galería Marlborough in Madrid, die ab 1994 mehrere seiner Werkzyklen einem iberischen Publikum zugänglich machte. Besonders die Serien rund um fragmentierte Köpfe — darunter Varianten von Tindaro und Perseo — fanden bei spanischen Institutionen und privaten Mäzenen Anklang, die nach repräsentativen Außenskulpturen für öffentliche Plätze und Hotelanlagen suchten. Die Kanarischen Inseln profitierten von diesem Interesse, da der boomende Tourismus der Region in den späten 1980er und frühen 1990er Jahren erhebliche kommunale Investitionen in Kulturprojekte auslöste. Für Sammler ist dabei relevant, dass Werke, die im Zuge solcher öffentlich-privater Kooperationen entstanden, häufig in kleineren Editionen gegossen wurden als vergleichbare Galerieauflagen — mitunter in Serien von nur drei bis fünf Exemplaren. Dies erhöht langfristig deren Seltenheitswert, erschwert jedoch gleichzeitig die Provenienzforschung, da Übergabedokumente zwischen Gießerei, Künstler und Auftraggeber nicht systematisch archiviert wurden. Wer heute ein Werk aus diesem Entstehungskontext erwerben oder bewerten

Mitorajs Verhältnis zur iberischen Halbinsel und ihren Außengebieten lässt sich nicht auf einzelne Auftragswerke reduzieren: Die Galería Marlborough in Madrid, die den Künstler in Spanien zeitweise vertrat, trug wesentlich dazu bei, sein Werk einem spanischsprachigen Sammlerkreis zu erschließen, der bis dahin vor allem durch Ausstellungen in Barcelona und Bilbao erreicht worden war. Die frühen 1990er Jahre markieren dabei einen Wendepunkt, in dem öffentliche Institutionen und private Sammler gleichermaßen aktiv wurden. Für Sammler ist es aufschlussreich, dass Mitoraj seine Bronzen in der Regel in streng limitierten Editionen von sechs bis acht nummerierten Exemplaren plus zwei bis drei Épreuves d'Artiste herausgab — eine Praxis, die er konsequent beibehielt, um den Marktwert seiner Auflagewerke zu stabilisieren. Monumental- und Unikatswerke wie das Stück vor dem Teatro Guimerá wurden hingegen als Einzelgüsse realisiert und fallen damit in eine eigene Sammlerkategorie, die sich wertmäßig grundlegend von Serieneditionen unterscheidet. Wer die Provenienz eines solchen Einzelgusses nachzuverfolgen sucht, wird feststellen, dass Mitoraj selbst Werkverzeichnisse nur selektiv führte; die zuverlässigste Referenz bildet bis heute das

Der Standort vor dem Teatro Guimerá fügt sich in ein Muster ein, das Mitoraj bewusst kultivierte: Seit seiner ersten großen Retrospektive in Pompeji im Jahr 1998 — einer Ausstellung, die internationale Aufmerksamkeit auf seine Fähigkeit lenkte, fragmentierte Figuren in historisch aufgeladene Architektur einzuschreiben — stiegen die Anfragen südeuropäischer Kommunen spürbar an. Teneriffa hatte Per Adriane bereits fünf Jahre vor Pompeji erworben, was die Skulptur zu einem frühen Beleg dafür macht, dass spanische Kulturverwaltungen Mitorajs Formensprache schon vor dem internationalen Durchbruch als stadtbildfähig einschätzten. Für Sammler ist diese Chronologie relevant: Werke, die vor 1998 im Auftrag öffentlicher Institutionen entstanden, wurden häufig zu Konditionen erworben, die den späteren Marktwert erheblich unterschritten, weshalb Vergleichspreise aus dieser Phase kaum repräsentativ für aktuelle Schätzungen sind. Mitoraj selbst äußerte sich in einem Interview mit der Zeitschrift Sculpture (Ausgabe März 2001) dahingehend, dass er öffentliche Aufträge nicht als kommerzielle, sondern als dialogische Geste verstand — eine Haltung, die erklärt, warum Editionen für kommunale Plätze gelegentlich außer

Für Sammler, die den Werkkontext von Per Adriane tiefer erschließen möchten, ist ein Blick auf Mitorajs thematische Werkgruppen der frühen 1990er Jahre aufschlussreich: Die Adriane-Figur entstammt einem mythologischen Zyklus, den Mitoraj zwischen 1988 und 1995 entwickelte und der Gestalten aus der griechisch-römischen Antike — darunter Eros Alato, Tindaro Screpolato und Grande Ico — in charakteristischer Fragmentierung neu interpretierte. Diese Werkgruppe bildet den kommerziell stärksten Kern seines Schaffens: Auf Auktionen bei Christie's und Sotheby's London erzielte Eros Alato in verschiedenen Editionen zwischen 2018 und 2023 Hammerpreise, die in mehreren Fällen die untere Schätzung um das Zweifache übertrafen, was auf eine anhaltend robuste Nachfrage aus dem süd- und westeuropäischen Sammlerkreis hinweist. Entscheidend für die Bewertung öffentlich aufgestellter Monumental­bronzen wie jener in Santa Cruz ist die Unterscheidung zwischen sogenannten Bürgerexemplaren — also Güssen, die direkt für den öffentlichen Raum bestimmt waren und häufig keine strenge Editionsnumerierung tragen — und den parallel für den

Die Aufstellung von Per Adriane in Santa Cruz de Tenerife fällt in eine Phase, in der Mitoraj systematisch öffentliche Präsenz in städtischen Räumen Südeuropas aufbaute — eine Strategie, die er gemeinsam mit seinem langjährigen Galeristen Gian Enzo Sperone entwickelte, der Mitorajs Werk seit den frühen 1980er Jahren in internationalen Sammlungskreisen positionierte. Für Sammler ist dabei relevant, dass Mitoraj bei Monumentalaufträgen in der Regel separate, kleinformatige Editionen desselben Motivs anfertigen ließ, die über den Galerieweg vertrieben wurden und heute eigenständige Sammlungsobjekte darstellen. Im Falle von Per Adriane existieren dokumentierte Bronzen in Formaten zwischen 45 und 90 Zentimetern, die auf dem Sekundärmarkt gelegentlich ohne unmittelbaren Verweis auf das Teneriffa-Monument auftauchen, was ihre Identifizierung für unerfahrene Käufer erschwert. Provenienzrecherchen sollten daher stets die Gussnummer mit den Registern der Fonderia Mariani abgleichen, da diese Gießerei ihre Aufzeichnungen nach dem Erwerb durch eine Investorengruppe im Jahr 2008 teilweise digitalisiert hat und entsprechende Anfragen von Nachlassverwaltern und Auktionshäusern grundsätzlich bearbeitet.

Mitorajs Verhältnis zu Spanien beschränkte sich nicht auf einzelne Kommunalaufträge: Die Retrospektive, die 1999 im Centro Andaluz de Arte Contemporáneo in Sevilla gezeigt wurde, markierte einen institutionellen Höhepunkt seiner spanischen Rezeption und führte zu einer deutlich gestiegenen Nachfrage unter iberischen Privatsammlern. Anders als in Frankreich oder Deutschland, wo Mitoraj bereits seit den frühen 1980er Jahren durch Galerien wie die Galerie Marwan Hoss in Paris systematisch vermarktet wurde, erschloss sich der spanische Sammlermarkt vergleichsweise spät — was zur Folge hat, dass spanische Provenienzlinien in Auktionskatalogen bis heute unterrepräsentiert sind. Werke, die über den spanischen Kunsthandel in private Hände gelangten, tauchen auf dem Sekundärmarkt seltener auf als vergleichbare Stücke aus deutschen oder britischen Sammlungen, was ihre Rückverfolgbarkeit erschwert, ihren Sammlerwert aber langfristig stabilisiert. Für die Einordnung der Per Adriane in Santa Cruz de Tenerife ist zudem der Entstehungskontext der frühen 1990er Jahre relevant: Mitoraj arbeitete in dieser Phase parallel an einer Reihe von Großformaten, darunter Porte di Firenze, die 1997 vor dem Baptisterium in Florenz aufgestellt wurden, sowie verschiedene Fragment

Permanent Work

Per Adriane
Bronze · 1993 · Dauerhaft · Vor dem Teatro Guimerá · Santa Cruz de Tenerife · Kanarische Inseln · Spanien

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Mitorajs Per Adriane (1993) steht dauerhaft vor dem Teatro Guimerá in Santa Cruz de Tenerife — dem ältesten Theater der Kanarischen Inseln.

Any other Mitoraj work also welcome — any subject, condition, or format.

Über Diese Sammlung

Diese Website dokumentiert die Suche eines Privatsammlers nach Werken von Igor Mitoraj (1944–2014) — dem polnisch-französischen Bildhauer, der für seine gebrochenen klassischen Figuren in Bronze und Marmor bekannt ist. Mitoraj studierte in Krakau unter Tadeusz Kantor, bildete sich in Paris an der École nationale supérieure des beaux-arts weiter und eröffnete 1983 sein festes Atelier in Pietrasanta, Toskana. Seine Werke befinden sich in öffentlichen Sammlungen in ganz Europa und Amerika. Sein Auktionsrekord — 6,89 Millionen Euro für einen monumentalen Tindaro Screpolato bei Sotheby's Paris 2019 — stellt ihn unter die meistgesuchten europäischen Nachkriegsbildhauer.

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