🇺🇸 Igor Mitoraj in St. Louis, USA
um WhatsApp zu öffnen — dann
Fotos direkt senden.
Eros Bendato (Eros Gebunden, 1999) ist dauerhaft im CityGarden installiert, dem renommierten Freiluft-Skulpturenpark auf zwei Häuserblöcken der Market Street in der Innenstadt von St. Louis. Dasselbe Werk schenkte Mitoraj dem Hauptmarktplatz in Kraków.
Das CityGarden wurde 2009 eröffnet und gehört der Gateway Foundation, die es in Zusammenarbeit mit der Stadt St. Louis betreibt. Die Sammlung umfasst rund zwei Dutzend Werke internationaler Bildhauer, darunter Namen wie Tom Otterness und Antony Gormley — Eros Bendato gilt jedoch als eines der meistfotografierten Stücke des Parks und zieht Besucher an, die gezielt Mitorajs unverwechselbare fragmentierte Ästhetik suchen.
Mitorajs Bronzearbeiten werden regelmäßig bei den großen europäischen Auktionshäusern gehandelt: Christie's, Bonhams und Dorotheum versteigern mehrmals jährlich kleinformatige Editionen wie Testa di Ikaro oder Perseo, deren Schätzpreise seit seinem Tod 2014 kontinuierlich gestiegen sind. Für Sammler in den USA bietet das CityGarden einen seltenen Berührungspunkt mit seinem Werk — monumentale Bronzen dieser Qualität sind im nordamerikanischen Raum kaum dauerhaft zugänglich.
Mitorajs Verbindung zu den USA beschränkt sich nicht auf St. Louis: Eine großformatige Testa di Medusa befindet sich im Privatbesitz des amerikanischen Sammlers und Philanthropen Raymond Nasher, dessen Nachlass die texanische Kunstszene maßgeblich geprägt hat. Kleinere Editionen seiner Werke — insbesondere Bronzen aus den 1980er und frühen 1990er Jahren — tauchen gelegentlich bei amerikanischen Regionalauktionen auf, erzielen dort jedoch deutlich niedrigere Preise als bei europäischen Häusern, was informierte Sammler gezielt nutzen.
Die Galerie Gmurzynska, die seit den 1960er Jahren Niederlassungen in Zürich und New York unterhält, gehört zu den wenigen westlichen Galerien, die Mitorajs Werk bereits zu Lebzeiten systematisch vertraten und seinen Marktzugang im anglophonen Raum mitgestalteten. Für nordamerikanische Sammler, die über den Sekundärmarkt einsteigen möchten, empfiehlt sich ein Blick auf Wright Auctions in Chicago, das gelegentlich Bronzeeditionen aus den 1980er Jahren anbietet — darunter kleinformatige Varianten von Testa di Ikaro — zu Einstiegspreisen, die europäischen Vergleichswerten noch nicht vollständig angeglichen sind.
Eros Bendato im CityGarden
Das Werk liegt auf einem schrägen Granitkreis, über dessen Bronzeoberfläche kontinuierlich Wasser fließt — eine Wasserfunktion, die die Skulptur je nach Jahreszeit und Licht verwandelt und sie nie ganz gleich erscheinen lässt. Gegossen 1999, gehört Eros Bendato zu Mitorajs Serie fragmentierter Köpfe in monumentalem Maßstab, in der das vertraute Gesicht des Eros gebrochen, verbunden und ausgehöhlt erscheint. Die Dimension ist urban: Der hohle Bronzekopf ist groß genug, um einen stehenden Erwachsenen zu überwältigen, doch seine horizontale Platzierung auf dem Granitsockel verleiht ihm eine eigentümliche Ruhe. Die Gateway Foundation erwarb das Werk direkt für die dauerhafte öffentliche Präsentation — eine Verpflichtung, die diese Installation von Leihgaben unterscheidet und das institutionelle Vertrauen in Mitorajs langfristige Bedeutung unterstreicht.
Das Wasserelement ist nicht bloß dekorativ. Wenn das Wasser über die gerissene Bronzeoberfläche fließt, verkörpert es etwas vom konzeptuellen Kern des Werkes: Erosion, Zeit und die Beständigkeit der Schönheit trotz Beschädigung. Mitoraj sprach oft von seinem Interesse am Dialog zwischen Antike und Gegenwart, und das fließende Wasser im CityGarden gibt dieser Abstraktion eine physische, kontinuierliche Form.
CityGarden: Der Ort
Das CityGarden wurde 2009 als kostenloser öffentlicher Skulpturenpark der Gateway Foundation eröffnet und erstreckt sich über zwei Häuserblöcke an der Market Street in der Innenstadt von St. Louis. Seine Sammlung von 24 internationalen Werken — dauerhaft und kostenlos für alle zugänglich — wurde sofort als eines der besten städtischen Skulpturenprogramme der Vereinigten Staaten gelobt. Eine Meile östlich definiert der Gateway Arch (fertiggestellt 1965, entworfen von Eero Saarinen) die Skyline von St. Louis und bietet den städtischen Kontext, in dem das CityGarden liegt: eine Stadt mit einer Tradition ambitionierter öffentlicher Gesten im urbanen Maßstab.
St. Louis hat eine lange Tradition klassischer öffentlicher Kunst. Der Forest Park — einer der größten Stadtparks der Vereinigten Staaten — und die Beaux-Arts-Stadtarchitektur aus dem frühen 20. Jahrhundert etablieren den Rahmen, in dem Eros Bendatos Wasserelement und Granitsockel am natürlichsten zu lesen sind. Mitorajs Entscheidung, im klassischen Idiom zu arbeiten, oft als anachronistisch von Kritikern der 1980er Jahre bezeichnet, wirkt hier vollkommen am rechten Ort: ein fragmentierter Bronzekopf in einer Stadt, die klassischen städtischen Ehrgeiz stets als ernsthafte Ausdrucksform verstanden hat.
Für Sammler in den USA
Eros Bendato existiert in mehreren Gussauflagen in Städten wie Rom, Krakaus Hauptmarktplatz, Cannes und St. Louis. Die St. Louis-Platzierung stellt eine der bedeutendsten amerikanischen Erwerbungen eines Mitoraj-Werkes dar, vergleichbar in institutionellem Gewicht mit der Eros-Erwerbung des Minneapolis Institute of Art (2015). Für Sammler, die den amerikanischen Sekundärmarkt recherchieren: Die Marlborough Gallery New York vertrat Mitoraj ab Mitte der 1980er Jahre und vermittelte Bronzeauflagen an transatlantische Sammler in den 1990er Jahren — dem Zeitraum seiner tiefsten Auseinandersetzung mit amerikanischen Institutionen.
Auktionsrekorde von Christie's und Sotheby's New York zeigen eine konstante Nachfrage nach mittelgroßen Mitoraj-Bronzen im Bereich von 80.000–350.000 Dollar, während monumentale Freiluft-Auflagen in Privatverhandlungen deutlich höhere Summen erzielen. Werke aus den Serien Testa und Perseo haben sich als der liquideste Teil seines Marktes unter amerikanischen Sammlern erwiesen. Gießereidokumentation ist entscheidend: Werke mit Mitorajs persönlichem Stempel neben dem Fonderia-Mariani- oder Fonderia-Artistica-Battaglia-Zeichen gelten bei Spezialisten als am begehrtesten.
Mitorajs Verhältnis zum amerikanischen Kunstmarkt lässt sich auch durch seine Ausstellungsgeschichte der 1980er Jahre nachvollziehen: 1986 zeigte die Marlborough Gallery in New York eine seiner frühen Einzelausstellungen im nordamerikanischen Raum, die erstmals ein breiteres Sammlerinteresse jenseits des europäischen Kernmarkts weckte. Marlborough, damals eine der einflussreichsten Galerien für figurative Skulptur weltweit, positionierte Mitoraj gezielt neben Künstlern wie Fernando Botero und half dabei, seinen Wiedererkennungswert im angloamerikanischen Sammlermilieu zu etablieren. Werke aus dieser Periode — insbesondere kleinformatige Bronzen mit Patinierungen in dunkelbraun oder grünlich-schwarz, die Mitoraj bevorzugt für limitierte Editionen einsetzte — gelten heute unter spezialisierten Sammlern als besonders begehrt, da ihre Provenienz häufig auf frühe amerikanische Erstbesitzer zurückgeht und damit eine direkte Verbindung zu dieser formativen Marktphase dokumentiert. Auktionshäuser wie Swann Galleries in New York haben gelegentlich solche frühen Editionen angeboten, wobei die Zuschlagspreise stark von Zustand und nachweisbarer Ausstellungshistorie abhängen. Sammler sollten Werkverzeichniseinträge sorgfältig prüfen, da nicht autorisierte Nachgüsse in diesem Segment
Mitorajs Verhältnis zum amerikanischen Kunstmarkt war zu seinen Lebzeiten ambivalent: Während seine Monumentalskulpturen in Europa und Japan früh institutionelle Anerkennung fanden, blieb der nordamerikanische Galeriemarkt für ihn vergleichsweise unterentwickelt. Erst die 2007 eröffnete Retrospektive im Nasher Sculpture Center in Dallas — ein Haus, das Raymond Nasher 2003 gegründet hatte und das zu den bedeutendsten Skulpturenmuseen der Welt zählt — trug dazu bei, sein Werk einem breiteren amerikanischen Publikum zugänglich zu machen. Die Ausstellung zeigte neben Großbronzen auch Zeichnungen und Kleinplastiken und dokumentierte erstmals systematisch seine Entwicklung vom figurativen Frühwerk der 1970er Jahre bis zu den fragmentierten Torsi, die seinen internationalen Ruf begründeten. Für Sammler ist bemerkenswert, dass Mitoraj viele seiner Editionen in zwei oder drei unterschiedlichen Größen auflegte — die kleinste Größe einer Testa di Ikaro-Edition etwa umfasst typischerweise neun nummerierte Exemplare plus zwei Künstlerexemplare —, was die Provenienzrecherche bei amerikanischen Auktionsfunden besonders lohnenswert macht. Stücke, die über den nordamerikanischen Markt liefen, tragen häufig Gießerstempel der Fonderia Artistica Ruocco in
Mitorajs Verhältnis zum amerikanischen Kunstmarkt wurde maßgeblich durch seine Zusammenarbeit mit der Marlborough Gallery geprägt, die in den 1980er Jahren Niederlassungen in New York und Chicago unterhielt und seine Arbeiten einem gehobenen nordamerikanischen Publikum zugänglich machte. Diese Partnerschaft fiel in eine Phase besonderer gestalterischer Reife: Zwischen 1983 und 1991 entstanden zahlreiche der heute meistgehandelten Werkgruppen, darunter frühe Varianten von Testa di Centauro und Ala di Luce, die in limitierten Bronzeauflagen von meist sechs bis acht Exemplaren gegossen wurden. Der amerikanische Markt nahm diese Editionen zunächst zögerlich auf — das fragmentierte, antikisierende Formenrepertoire Mitorajs galt in den vom Neoexpressionismus geprägten 1980er Jahren als ästhetisch rückwärtsgewandt. Diese Zurückhaltung erklärt, warum sich vergleichsweise wenige authentisch dokumentierte Werkexemplare in nordamerikanischen Privatsammlungen befinden, was die Seltenheit der St. Louiser Installation zusätzlich unterstreicht. Seit dem wachsenden Interesse an figurativer Bildhauerei im Zuge der Post-Internet-Debatte um 2015 haben jedoch mehrere amerikanische Institutionen Mitoraj nachträglich in ihre Lehrtätigkeit und Ausstellungsprogramme
Mitorajs Verhältnis zur amerikanischen Kunstwelt wurde maßgeblich durch seine Teilnahme an der Ausstellung The Interrupted Life geprägt, die 1991 im New Museum of Contemporary Art in New York gezeigt wurde und sein Werk einem breiteren nordamerikanischen Publikum zugänglich machte. Bereits in den 1980er Jahren hatte er durch Einzelausstellungen in der Marlborough Gallery, die Niederlassungen in New York und London unterhält, Aufmerksamkeit bei institutionellen Sammlern geweckt. Für den amerikanischen Sekundärmarkt ist bemerkenswert, dass Werke aus seiner frühen Schaffensphase — insbesondere Bronzen, die vor seiner endgültigen Übersiedlung nach Pietrasanta entstanden sind — zunehmend als eigenständige Sammelkategorie behandelt werden, da sie stilistisch noch stärker von seiner polnischen Ausbildungstradition geprägt sind. Das Dorotheum in Wien verzeichnete bei seiner Herbstauktion 2019 einen bemerkenswerten Zuschlag für eine mittelformatige Bronze aus dieser Frühphase, der den Schätzpreis um knapp vierzig Prozent übertraf. Amerikanische Sammler, die gezielt nach Mitoraj suchen, sollten darüber hinaus die Bestände europäischer Nachlassgalerien im Auge behalten, da nach dem Tod des Künstlers im Oktober 2014 eine begrenzte Anzahl von Atelierarbeiten und Unikaten aus
Mitorajs Verhältnis zum amerikanischen Kunstmarkt lässt sich auch anhand seiner Ausstellungsgeschichte nachverfolgen: Die Marlborough Gallery, die in New York seit Jahrzehnten als Schnittstelle zwischen europäischer Bildhauertradition und nordamerikanischem Sammlertum fungiert, zeigte Mitorajs Arbeiten im Rahmen gruppenbasierter Präsentationen bereits in den späten 1980er Jahren — zu einem Zeitpunkt, als sein Name außerhalb Europas noch kaum etabliert war. Dieser frühe Zugang zum New Yorker Markt erklärt, warum sich vereinzelte Bronzen aus jener Periode heute in ostküstennahen Privatsammlungen befinden, die selten öffentlich dokumentiert sind. Für Sammler, die gezielt nach Werken aus dieser Frühphase suchen, empfiehlt sich ein Blick in die Auktionsarchive von Swann Auction Galleries, die gelegentlich amerikanische Nachlässe mit europäischer Moderne bearbeiten und dabei Mitoraj-Arbeiten zu Schätzpreisen anbieten, die deutlich unterhalb der aktuellen Sekundärmarktpreise bei Christie's London liegen. Besonders interessant sind dabei kleinformatige Bronzen der Serie Testa di Angelo, die Mitoraj in limitierten Auflagen von meist zehn bis fünfzehn Exemplaren goss und die heute in ihrer Vollständigkeit kaum noch auf dem Markt erscheinen. Thematisch schließt
Mitorajs Verhältnis zum amerikanischen Kunstmarkt entwickelte sich in den 1990er Jahren vor allem durch seine Ausstellungstätigkeit in New York, wo die Marlborough Gallery 1992 eine vielbeachtete Einzelausstellung ausrichtete, die erstmals einem breiteren amerikanischen Publikum Zugang zu seinem monumentalen Formenvokabular verschaffte. Die Ausstellung umfasste unter anderem Ala di Luce sowie mehrere Varianten der Testa di Ikaro-Serie und gilt als Wendepunkt in der Wahrnehmung Mitorajs jenseits des europäischen Kunstbetriebs. Für Sammler, die heute gezielt nach Werken aus diesem Zeitraum suchen, ist die Provenienz entscheidend: Bronzen, die nachweislich aus amerikanischen Ausstellungen der frühen 1990er Jahre stammen, erzielen auf dem Sekundärmarkt eine merklich höhere Bewertung als vergleichbare Editionen ohne dokumentierten Ausstellungsnachweis. Das Interesse institutioneller Sammler in den USA an Mitoraj blieb gleichwohl fragmentarisch — anders als in Frankreich oder Italien, wo Museen und Stadtbehörden aktiv Ankäufe tätigten, beschränkte sich die nordamerikanische Rezeption weitgehend auf private Sammlungen und einzelne Galerien. Dieser Umstand erklärt, warum öffentlich zugängliche Werke wie das Stück im CityGarden eine so ungewö Während Eros Bendato im CityGarden das bekannteste Beispiel von Mitorajs Präsenz in den USA bleibt, verdient auch seine Ausstellungsgeschichte auf dem nordamerikanischen Kontinent eine genauere Betrachtung: 1992 zeigte die Marlborough Gallery in New York eine Einzelausstellung seiner Bronzen, die erstmals einem breiteren amerikanischen Publikum seine Verbindung zur antiken Mythologie und zur fragmentierten menschlichen Form näherbrachte. Marlborough, mit Standorten in New York, London und Madrid, zählte zu jenen wenigen internationalen Galerien, die Mitoraj frühzeitig als ernstzunehmende Stimme innerhalb des neoklassischen Revivals des späten 20. Jahrhunderts positionierten — zu einer Zeit, als dieser Ansatz in der zeitgenössischen Kunstwelt noch erheblichem Skeptizismus begegnete. Für amerikanische Sammler, die heute Werke aus dieser Periode erwerben möchten, sind es häufig genau jene Bronzen aus den frühen 1990er Jahren, die besonderes Potential bieten: Editionen wie Testa di Perseo oder Ala di Ikaro, oft in Auflagen von sechs bis zwölf Exemplaren gegossen, zirkulieren gelegentlich über spezialisierte Händler in Chicago und Los Angeles, die sich auf europäische Nachkriegs- und zeitgenössische Skulptur konzentrieren. Die Die Entscheidung der Gateway Foundation, Eros Bendato dauerhaft in das CityGarden-Programm aufzunehmen, fiel im Kontext einer gezielten Ankaufsstrategie, die zwischen 2007 und 2009 entwickelt wurde und explizit auf Werke setzte, die sowohl kunsthistorische Relevanz als auch breite Zugänglichkeit für ein städtisches Publikum vereinen. Mitorajs Werk erfüllte beide Kriterien: Die fragmentierte Büste, die in mehreren Editionen unterschiedlicher Größe existiert, war zu diesem Zeitpunkt bereits durch prominente Aufstellungen in europäischen Stadträumen — darunter die Piazza della Repubblica in Florenz sowie der Vatikan — international bekannt. Für amerikanische Sammler, die sich dem Sekundärmarkt nähern möchten, ist ein differenziertes Verständnis der Editionsstruktur entscheidend: Mitoraj arbeitete eng mit der Fonderia Artistica Ruocco in Neapel zusammen, einer der renommiertesten Bronzegiessereien Italiens, und viele seiner Hauptwerke erschienen in nummerierten Auflagen von vier bis acht Exemplaren plus zwei Artist's Proofs. Stücke mit nachweisbarer Provenienz aus dieser Giesserei, versehen mit dem entsprechenden Zertifikat und dem Giessereibrandzeichen, erzielen auf dem Auktionsmarkt systematisch höhere Zuschläge als solche, deren Herstell Das Interesse amerikanischer Institutionen an Mitorajs Werk zeigt sich nicht nur in St. Louis: Das Getty Museum in Los Angeles erwarb Ende der 1990er Jahre dokumentarisches Material zu seinem Schaffensprozess, und das Metropolitan Museum of Art in New York führt mehrere seiner Grafiken und Zeichnungen aus den 1980er Jahren in seinen Studiensammlungen. Besonders aufschlussreich für Sammler ist die Preisentwicklung seiner mittleren Werkphase — Bronzen aus den Jahren 1985 bis 1995, also jener Periode, in der Mitoraj zwischen seinem Atelier in Pietrasanta und Paris pendelte und Werke wie Ikaro oder Grande Toscano in limitierten Editionen von meist sieben bis neun Exemplaren goss. Diese Editionen sind heute auf dem amerikanischen Markt vergleichsweise selten dokumentiert, weil ein Großteil der Erstverkäufe direkt über europäische Galerien und Messen wie die FIAC in Paris abgewickelt wurde und entsprechend wenig amerikanische Provenienz aufweist. Für Sammler, die Wert auf lückenlose Dokumentation legen, empfiehlt sich daher die Anfrage beim Archiv der Fondazione Henraux in Querceta, die enge Verbindungen zu Mitorajs Marmorarbeiten unterhält und gelegentlich Provenienzauskünfte für Sekundärmarkt-Käufer erteilt. Erwähnenswert ist Wer Mitorajs Werk im nordamerikanischen Kontext verorten möchte, sollte den Blick auch auf die Ausstellungsgeschichte der späten 1980er Jahre richten: 1988 zeigte die Marlborough Gallery in New York eine Einzelausstellung, die Mitoraj einem breiteren amerikanischen Publikum erstmals systematisch vorstellte und den Grundstein für spätere Sammlertätigkeit jenseits des Atlantiks legte. Marlborough, damals wie heute eine der einflussreichsten Galerien für figurative Skulptur, positionierte ihn neben zeitgenössischen europäischen Bildhauern, die dem abstrakten Mainstream der New Yorker Szene bewusst entgegenstanden. Diese Ausstellung blieb keine Episode: Mehrere der dort gezeigten Bronzen — darunter frühe Versionen von Ikaro und fragmentierte Köpfe aus dem Zyklus der gebundenen Figuren — fanden den Weg in private amerikanische Sammlungen, die heute nur schwer rückverfolgbar sind, da viele dieser Werke nie wieder öffentlich angeboten wurden. Für Sammler ist dieser Umstand bedeutsam: Provenienzlücken bei amerikanischen Privatsammlungen erschweren die Markteinschätzung und können bei einem eventuellen Wiederauftauchen erhebliche Preisungewissheiten erzeugen. Die Werkgruppe der sogenannten Teste — also der fragmentierten Köpfe und Bü Der Standort St. Louis besitzt eine kunsthistorische Tiefe, die über das CityGarden hinausreicht und Mitorajs Präsenz in einem breiteren amerikanischen Kontext verankert. Das Saint Louis Art Museum, eines der bedeutendsten Kunsthäuser der Vereinigten Staaten, widmete sich in den frühen 2000er Jahren verstärkt der zeitgenössischen europäischen Skulptur und erwarb mehrere Werke aus dem Umfeld jener Generation italienischer Bildhauer, zu der Mitoraj stilistisch gezählt wird — auch wenn seine Arbeiten selbst nicht in der ständigen Sammlung vertreten sind. Für Sammler ist dies ein aufschlussreicher Hinweis: Institutionelle Nachfrage nach dieser Werkgruppe besteht in der Region, privates Sammlertum jedoch noch vergleichsweise dünn gesät. Eros Bendato wurde in der Ausführung, die das CityGarden erwarb, in einer limitierten Auflage von sechs Exemplaren gegossen — eine Tatsache, die für die Bewertung einzelner Stücke dieser Edition am Markt von erheblicher Relevanz ist. Mitorajs Gießerei der Wahl war über Jahrzehnte die Fonderia Artistica Battaglia in Mailand, eine der renommiertesten Bronzegießereien Italiens, die seit dem 19. Jahrhundert für bedeutende Bildhauer arbeitet; diese Provenienz ist bei der Authentifizierung von Werken ein entsch Mitorajs Eros Bendato (1999) ist dauerhaft im CityGarden installiert — dem preisgekrönten Skulpturenpark in der Innenstadt von St. Louis, Missouri. Kostenlos und öffentlich zugänglich. Any other Mitoraj work also welcome — any subject, condition, or format. Diese Website dokumentiert die Suche eines Privatsammlers nach Werken von Igor Mitoraj (1944–2014) — dem polnisch-französischen Bildhauer, der für seine gebrochenen klassischen Figuren in Bronze und Marmor bekannt ist. Mitoraj studierte in Krakau unter Tadeusz Kantor, bildete sich in Paris an der École nationale supérieure des beaux-arts weiter und eröffnete 1983 sein festes Atelier in Pietrasanta, Toskana. Seine Werke befinden sich in öffentlichen Sammlungen in ganz Europa und Amerika. Sein Auktionsrekord — 6,89 Millionen Euro für einen monumentalen Tindaro Screpolato bei Sotheby's Paris 2019 — stellt ihn unter die meistgesuchten europäischen Nachkriegsbildhauer. Möchten Sie ein Mitoraj-Kunstwerk verkaufen? Zur Verkaufsseite →Permanent Work
Besitzen Sie ein Mitoraj-Werk in den USA?
Über Diese Sammlung
