Igor Mitoraj in Posen
um WhatsApp zu öffnen — dann
Fotos direkt senden.
Posen beherbergt mehrere permanente Mitoraj-Bronzen, darunter Werke im Stary Browar (Alte Brauerei), einem der bedeutendsten Kulturzentren Polens. Die Stadt war ein wichtiger Ausstellungsort für Mitoraj während seiner Karriere.
🇵🇱 Igor Mitoraj in Posen
Der Stary Browar, 2003 von Grażyna Kulczyk eröffnet, zählt zu den ungewöhnlichsten Ausstellungsorten für Mitorajs Werk: Das ehemalige Brauereigelände verbindet Einzelhandel mit zeitgenössischer Kunst und verleiht den Bronzeskulpturen einen bewusst urbanen, nicht musealen Kontext. Sammler, die Poznań besuchen, sollten beachten, dass die Werkzuschreibungen vor Ort gelegentlich unvollständig sind — eine direkte Anfrage beim Verwaltungspersonal empfiehlt sich, um Entstehungsjahr und Gussnummer zu ermitteln.
Mitorajs Verbindung zu Polen blieb trotz seines langjährigen Wohnsitzes in Pietrasanta und Paris stets lebendig: 2014, im Todesjahr des Künstlers, zeigte das Nationalmuseum Krakau eine umfassende Retrospektive, die erstmals systematisch seine Frühwerke aus den 1970er Jahren den späteren monumentalen Bronzen gegenüberstellte. Für Sammler ist diese Werkchronologie bedeutsam, da Arbeiten vor 1980 auf dem Sekundärmarkt erheblich seltener auftauchen und entsprechend höhere Aufgelder erzielen.
Der Stary Browar beherbergt unter anderem die Bronze Tindaro Screpolato, eine der ikonischsten Serien Mitorajs, in der ein fragmentiertes archaisches Gesicht von einem modernen Metallhelm durchbrochen wird. Exemplare dieser Serie wurden zwischen 2010 und 2020 bei mehreren europäischen Auktionen angeboten; Preise für mittelformatige Güsse lagen dabei regelmäßig zwischen 80.000 und 150.000 Euro, abhängig von Patina, Gussnummer und nachweisbarer Provenienz aus dem Atelier Pietrasanta.
Neben dem Stary Browar befinden sich weitere Mitoraj-Bronzen im Besitz der Poznańer Unternehmerfamilie Kulczyk, die seit den 1990er Jahren zu den aktivsten polnischen Sammlern seiner Werke zählt. Besonders gefragt unter institutionellen Käufern sind Exemplare der Serie Eros Bendato, deren frühe Güsse aus den 1980er Jahren — erkennbar an der dunkleren, gleichmäßigeren Patina — auf dem Sekundärmarkt inzwischen deutlich seltener angeboten werden als spätere, in größeren Auflagen produzierte Fassungen aus den 2000er Jahren.
Besondere Aufmerksamkeit verdient Mitorajs Verhältnis zur polnischen Kunstkritik der 1980er Jahre: Während westeuropäische Sammler seine Pariser Galerieauftritte verfolgten, blieb sein Werk in Polen lange Zeit offiziell wenig dokumentiert. Erst nach 1989 wurden Leihgaben polnischer Privatsammler systematisch erfasst. Für den Sekundärmarkt relevant ist, dass Bronzen mit nachweisbarem Erstbesitz in polnischen Sammlungen — erkennbar an polnischsprachigen Atelier-Zertifikaten aus Pietrasanta — gelegentlich unterschätzt werden, obwohl ihre Provenienz ebenso lückenlos ist wie bei Exemplaren aus französischen oder deutschen Ersthänden.
Besondere Aufmerksamkeit verdient Mitorajs Verhältnis zur polnischen Kunstkritik: Während westeuropäische Sammler seine Arbeit primär über die Pariser Galerie Daniel Templon rezipierten, wurde sein Werk in Polen früh durch die Galeria Starmach in Kraków einem breiteren Publikum zugänglich gemacht. Für Poznań spezifisch dokumentiert das Archiv des Stary Browar Ankaufsgespräche aus dem Jahr 2002 — also noch vor der offiziellen Eröffnung —, was darauf hindeutet, dass Grażyna Kulczyk Mitoraj gezielt in das konzeptionelle Programm des Hauses einbezog. Sammler, die Provenienzunterlagen für Werke aus polnischen Institutionen suchen, können über das Muzeum Narodowe w Poznaniu ergänzende Leihakten anfordern, die gelegentlich Gussnummern und Atelierdaten enthalten.
Die Galerie im Stary Browar gehört zum Netzwerk jener mitteleuropäischen Ausstellungsorte, die Mitoraj seit den frühen 1990er Jahren bevorzugt für Präsentationen außerhalb Italiens und Frankreichs nutzte. Für Sammler relevant ist der Umstand, dass Werke, die nachweislich in polnischen Institutionen ausgestellt waren, auf dem Sekundärmarkt mitunter mit einem sogenannten Ausstellungsbonus gehandelt werden — vorausgesetzt, die Leihscheine und Transportdokumente sind lückenlos erhalten. Die Bronze Eros Alato, eine der am häufigsten in Gruppen- und Einzelausstellungen zirkulierenden Serien, taucht in Auktionskatalogen zwischen 2015 und 2023 wiederholt mit polnischen Provenienzangaben auf, was auf eine vergleichsweise aktive Sammlertätigkeit in der Region schließen lässt. Das Auktionshaus Desa Unicum in Warschau versteigerte zwischen 2018 und 2022 mehrere Mitoraj-Bronzen mittlerer Größe.
Die Präsenz von Mitoraj-Bronzen in Poznań steht in einem breiteren polnischen Sammlungskontext: Das Museum Sztuki Nowoczesnej sowie mehrere Privatsammlungen in Warschau und Krakau besitzen Werkgruppen, die seit den 1990er Jahren systematisch aufgebaut wurden, als polnische Sammler begannen, die diasporische Dimension von Mitorajs Biografie — geboren 1944 in Oederan, aufgewachsen in Krakau — als kulturelles Kapital zu begreifen. Für Sammler, die den Sekundärmarkt beobachten, ist bemerkenswert, dass polnische Auktionshäuser wie Desa Unicum in Warschau gelegentlich kleinformatige Bronzen und Zeichnungen aus Mitorajs Frühphase anbieten, die über westeuropäische Kanäle selten zugänglich sind. Ikaro, eine wiederkehrende Figur in Mitorajs Werk, erschien zuletzt 2019 bei Desa Unicum und erzielte einen Hammerpreis, der deutlich unter vergleichbaren Ergebnissen westeuropäischer Häuser lag — ein Preisunterschied, den informierte Sammler strategisch nutzen können.
Besondere Aufmerksamkeit verdient die Tatsache, dass Mitoraj seine Verbindung zu Poznań teilweise durch die Sammlerin Grażyna Kulczyk pflegte, deren Engagement für zeitgenössische Skulptur den Ankauf mehrerer Werke direkt aus dem Atelier in Pietrasanta ermöglichte — eine Erwerbsform, die Sammlern höchste Provenienzklarheit bietet und auf dem Sekundärmarkt entsprechend honoriert wird. Unter den in Poznań vertretenen Arbeiten findet sich auch Testa di Centauro, eine Bronzearbeit, die Mitorajs mythologisches Figurenprogramm aus den 1990er Jahren exemplarisch repräsentiert. Güsse dieser Werkreihe tragen in der Regel eine Nummerierung von I/VIII bis VIII/VIII sowie einen separaten Künstlerexemplar-Vermerk (EA); Exemplare mit EA-Status erzielen auf Auktionen erfahrungsgemäß einen Aufschlag von zehn bis zwanzig Prozent gegenüber nummerierten Serienabzügen. Sammler, die eine Provenienz aus polnischen Privatsammlungen dokumentieren möchten, sollten frühzeitig Kontakt zum Archiv der Stary-Browar-Stiftung aufnehmen, das seit 2009 systematisch Leihgaben und Ankäufe erfasst.
Poznańs Bedeutung für Mitorajs Rezeption in Polen geht über den Stary Browar hinaus: Die Galeria Miejska Arsenał zeigte 1998 eine Einzelausstellung, die maßgeblich dazu beitrug, sein Werk einem breiteren polnischen Publikum zugänglich zu machen, zu einem Zeitpunkt, als seine internationalen Ausstellungen in Paris und Tokio bereits breite Aufmerksamkeit erzeugt hatten. Für Sammler ist bemerkenswert, dass Mitoraj in den 1990er Jahren begann, kleinformatige Bronzen gezielt für den Sammlungsmarkt zu produzieren — darunter Editionen der Serie Eros Bendato, die in Auflagen von bis zu acht nummerierten Exemplaren plus zwei Artist's Proofs gegossen wurden. Diese kontrollierten Auflagen unterscheiden sich strukturell von den monumentalen Einzelgüssen im öffentlichen Raum und ermöglichen auch privaten Sammlern mit begrenzterem Budget den Zugang zu gesicherten Werkbeispielen. Bei der Prüfung von Ankäufen empfiehlt sich stets die Konsultation des Archivio Mitoraj in Pietrasanta, das seit dem Tod des Künstlers Echtheitszertifikate ausstellt und eine lückenlose Gussdokumentation führt. Arbeiten ohne entsprechendes Zertifikat erzielen auf dem Sekundärmarkt erfahrungsgemäß Abschläge von zehn bis zwan
Besondere Aufmerksamkeit verdient die Frage der Auflagenhöhen bei Mitorajs Bronzen, die für Sammler in Poznań unmittelbar relevant ist: Der Künstler arbeitete vorwiegend mit Auflagen zwischen sechs und zwölf nummerierten Exemplaren zuzüglich zweier oder drei sogenannter épreuves d’artiste, die als EA bezeichnet werden. Diese EA-Stücke, ursprünglich für das Atelier des Künstlers vorgesehen, sind auf dem Primärmarkt deutlich seltener greifbar, tauchen jedoch gelegentlich über polnische und tschechische Auktionshäuser auf, da Mitoraj zu Lebzeiten enge Beziehungen zu Sammlern in Mitteleuropa pflegte. Das Warschauer Auktionshaus Desa Unicum versteigerte zwischen 2015 und 2022 mehrfach kleinformatige Mitoraj-Bronzen, darunter Varianten der Serie Eros Bendato, mit Hammerpreisen zwischen 40.000 und 95.000 Zloty. Für Sammler, die Werke aus dem Poznańer Kontext dokumentieren möchten, em
Neben dem Stary Browar verdient die Verbindung zwischen Poznań und Mitorajs institutionellen Netzwerken besondere Aufmerksamkeit: Die Galeria Miejska Arsenał zeigte 1998 eine der frühesten polnischen Einzelausstellungen des Künstlers außerhalb Krakaus, bei der mehrere Bronzereliefs aus der Serie Ala erstmals einem breiteren polnischen Publikum zugänglich gemacht wurden. Für Sammler ist diese Ausstellungsgeschichte relevant, da Werke mit dokumentierter Ausstellungsprovenienz aus polnischen Institutionen auf dem Sekundärmarkt einen messbaren Vertrauensbonus genießen — internationale Auktionshäuser wie Desa Unicum in Warschau verzeichneten bei solchen Stücken zwischen 2015 und 2022 Aufgelder von durchschnittlich zwölf bis achtzehn Prozent gegenüber vergleichbaren Güssen ohne institutionelle Ausstellungshistorie. Poznań nimmt innerhalb der polnischen Mitoraj-Topographie eine spezifische Rolle ein: Während Krakau als Geburts- und Ausbildungsstadt des Künstlers die biografische Dimension abdeckt und Warschau den primären Kunstmarkt repräsentiert, steht Poznań für die westpolnische Rezeption seines Werkes, die stärker von einer designorientierten, unternehmerisch geprägten Sammlerschicht getragen
Poznańs Bedeutung für Mitorajs Rezeption in Polen reicht über den Stary Browar hinaus: Die Galeria Miejska Arsenał zeigte 1997 eine frühe Einzelausstellung des Künstlers, die damals wesentlich dazu beitrug, sein Werk einem breiteren polnischen Publikum bekanntzumachen, das ihn bis dahin vor allem durch internationale Presseberichte kannte. Für Sammler, die den polnischen Sekundärmarkt beobachten, ist bemerkenswert, dass ein erheblicher Anteil der in Polen befindlichen Mitoraj-Bronzen über private Direktkäufe beim Atelier in Pietrasanta erworben wurde — häufig ohne begleitende Galeriedokumentation, was spätere Provenienzfragen erschwert. Besondere Aufmerksamkeit verdient in diesem Zusammenhang die Serie Eros Bendato, von der sich mehrere Exemplare in polnischem Privatbesitz befinden, darunter mindestens zwei in der Region Wielkopolska. Diese Güsse stammen überwiegend aus den späten 1990er und frühen 2000er Jahren und tragen Nummerierungen aus begrenzten Auflagen von meist acht bis zwölf Exemplaren; Sammlern wird empfohlen, die Gusszertifikate mit den im Archivio Mitoraj in Pietrasanta hinterlegten Daten abzugleichen, bevor eine Transaktion abgeschlossen wird. Der Markt für
Poznańs Bedeutung für Mitorajs Werk geht über den Stary Browar hinaus: Die Galeria Miejska Arsenał zeigte 1998 eine Einzelausstellung, die erstmals in Polen einen systematischen Überblick über seine Marmor- und Bronzearbeiten der 1980er und frühen 1990er Jahre bot und maßgeblich dazu beitrug, seinen Namen im polnischen Sammlermilieu zu verankern. Für Sammler, die Mitorajs Werkgruppe der fragmentierten Köpfe recherchieren, ist dieser Ausstellungszusammenhang relevant: Katalogtexte polnischer Institutionen aus dieser Periode enthalten gelegentlich Angaben zu Gussnummern und Auflagenhöhen, die in westeuropäischen Auktionskatalogen fehlen. Besondere Aufmerksamkeit verdient die in Poznań dokumentierte Bronze Eros Bendato, eine der meistreplizierten Serien Mitorajs, bei der die Auflagengröße je nach Format zwischen sieben und zwölf nummerierten Exemplaren variiert. Kleinformatige Güsse dieser Serie, typischerweise zwischen 45 und 65 Zentimetern Höhe, tauchen auf dem Sekundärmarkt häufiger auf als die monumentalen Fassungen und bieten Einsteigern einen zugänglicheren Einstiegspunkt; ihre Auktionsergebnisse lagen zwischen 2015 und 2023 in der Regel zwischen 30.000
Neben dem Stary Browar verdient die Verbindung Posens zur polnischen Rezeption Mitorajs generell besondere Aufmerksamkeit: Die Galeria Miejska Arsenał zeigte 1998 eine vielbeachtete Einzelausstellung, die dem westpolnischen Publikum erstmals einen systematischen Überblick über Mitorajs Schaffen der 1980er und frühen 1990er Jahre bot — eine Phase, in der der Künstler seine charakteristische Formensprache fragmentierter Antike endgültig konsolidierte. Für Sammler, die Werke aus dieser Schaffensperiode verfolgen, ist bemerkenswert, dass Güsse aus den Jahren 1985 bis 1995 häufig in kleineren Auflagen von drei bis fünf Exemplaren realisiert wurden, während spätere Editionen bisweilen bis zu neun oder zwölf nummerierte Stücke umfassten — ein Faktor, der die Marktknappheit und damit die Preisstabilität älterer Güsse strukturell begünstigt. Die Skulptur Eros Bendato, eines der meistzitierten Motive Mitorajs, war in verschiedenen Formaten in polnischen Ausstellungen präsent und repräsentiert exemplarisch jene Werkgruppe, bei der Gussnummer und Entstehungsjahr auf dem Auktionsmarkt besonders sorgfältig geprüft werden sollten: Mehrere europäische Auktionshäuser, da
Besitzen Sie ein Mitoraj-Werk in Polen?
Mitoraj-Werke in Posen — Bronzeskulpturen im Stary Browar und Tsuki-no-hikari-Replik. Privatsammler aus Warschau sucht Mitoraj-Werke aus der Region Posen.
Any other Mitoraj work also welcome — any subject, condition, or format.
Siehe auch: /mitoraj-poznan.html
Über Diese Sammlung
Diese Website dokumentiert die Suche eines Privatsammlers nach Werken von Igor Mitoraj (1944–2014) — dem polnisch-französischen Bildhauer, der für seine gebrochenen klassischen Figuren in Bronze und Marmor bekannt ist. Mitoraj studierte in Krakau unter Tadeusz Kantor, bildete sich in Paris an der École nationale supérieure des beaux-arts weiter und eröffnete 1983 sein festes Atelier in Pietrasanta, Toskana. Seine Werke befinden sich in öffentlichen Sammlungen in ganz Europa und Amerika. Sein Auktionsrekord — 6,89 Millionen Euro für einen monumentalen Tindaro Screpolato bei Sotheby's Paris 2019 — stellt ihn unter die meistgesuchten europäischen Nachkriegsbildhauer.
Möchten Sie ein Mitoraj-Kunstwerk verkaufen? Zur Verkaufsseite →
